02.04.2014
Erschienen in: 04/ 2012 FLUG REVUE

Deutschland könnte Signale setzenEuropas Zukunft im All

Die Eurokrise hält Europa fest im Griff, und noch ist keine Besserung abzusehen. Bedroht sind auch wirtschaftsstärkere Staaten, und die nötigen Einsparungen werden sicher auch die Raumfahrt treffen. Von wem gehen künftig Impulse für die Weltraumforschung aus?

Dass die Bedrohung für die Fortführung bestehender oder die Inangriffnahme neuer Raumfahrtprojekte enorm ist, zeigte die jüngste Hiobsbotschaft aus Washington: Die USA, die ebenfalls tief in der Schuldenfalle sitzen, kündigten den Kooperationsvertrag für das Forschungsvorhaben ExoMars. Die Einsparungen ausgerechnet beim Prestigeobjekt Marsforschung brachten der Obama-Administration selbst im eigenen Lande harsche Kritik ein, doch wird die Planung wohl nicht mehr zu retten sein. Ob sie nun ganz gestrichen oder in „abge-speckter“ Form anderweitig realisiert werden wird, ist derzeit noch nicht abzusehen.

Als im Dezember 2011 in Brüssel der europäische Weltraumrat tagte, hoben die 29 für Raumfahrt zuständigen Minister der ESA- und EU-Mitgliedstaaten zumindest die Wichtigkeit von Weltraumsystemen für die Sicherheit hervor. Somit wird es also vermutlich bei solchen Programmen wie Galileo, EGNOS oder GMES keine finanziellen Streichungen geben, weil diese Systeme „als Rückgrat verbesserter europäischer Notfallmechanismen“ gelten. Da gleichzeitig gefordert wurde, künftige Satelliten besser vor Weltraummüll und den Auswirkungen des Weltraumwetters zu schützen, muss sogar davon ausgegangen werden, dass für solche Zwecke mehr Geld ausgegeben wird.


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