13.02.2014
FLUG REVUE

Ein Zählwerk für die SterneGAIA, der neueste ESA-Astronomiesatellit, erreicht langsam die Arbeitsbereitschaft

GAIA durchläuft gerade eine intensive Testphase im Weltall, bevor der operationelle Betrieb beginnt. Dazu gehören auch erste Aufnahmen des Sternhimmels wie das hier gezeigte, damit die Experten die Funktionsweise der Instrumente überprüfen können.

gaia kalibrierung

Das erste Bild des Universums ist zugleich das letzte. © ESA  

 

Das System der Bildaufnahme bei GAIA. Copyright: esa

GAIA war am 19. Dezember 2013 gestartet worden und kreist inzwischen um den sogenannten Lagrange-Punkt L2, rund 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Ironischerweise wird das erste Bild auch gleich das letzte sein, denn künftig wird GAIA keine Komplettansichten mehr zur Erde schicken, sondern nur noch Bildausschnitte. Nur so kann die riesige Datenmenge einigermaßen begrenzt werden. Immerhin steht vor dem Satellitenobservatorium die ehrgeizige Aufgabe, die bisher genaueste Karte unserer Milchstraße zu erstellen. Dazu wird im Verlauf von fünf Jahren jeder einzelne beobachtete Stern 70-mal hinsichtlich seiner Position und Bewegung vermessen und zusätzlich die Helligkeit, Oberflächentemperatur und chemische Zusammensetzung bestimmt. Zu diesem Zweck rotiert der Satellit mit seinen beiden Teleskopen langsam um die eigene Achse und wirft das eingefangene Licht auf die größte Kamera im Weltraum mit einer Auflösung von nahezu einer Milliarde Pixeln (siehe auch das Video).

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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