12.07.2013
FLUG REVUE

Galileo spreizt die Flügel

Beim ESTEC, dem Technischen Zentrum der ESA in Noordwijk, Holland, wurde der jüngste Galileo-Navigationssatellit auf die Funktionsweise des Entfaltungsmechanismus seiner Solarzellenflächen überprüft.

Die einen mal fünf Meter großen Solargeneratoren, hergestellt von Dutch Space in Leiden, sind mit mehr als 2500 Galliumarsenid-Zellen bestückt, welche die Energieversorgung des Satelliten während seiner geplanten zwölfjährigen Lebensdauer garantieren sollen. Sie haben einen Wirkungsgrad von 30 Prozent. Für den Test mussten die Flügel allerdings an einem Gestell mit Gegengewichten stabilisiert werden, weil sie sonst unter ihrem Eigengewicht abgefallen wären.

Dies war die Prüfung am ersten der zweiten Serie von vier Galileos, welche die Konstellation europäischer Navigationssatelliten ergänzen sollen. Vier frühere Satelliten umkreisen bereits die Erde. Die neuen Flugkörper wurden von OHB in Bremen gebaut, während die Navigationsnutzlast von der britischen Surrey Satellite Technology Ltd. zugeliefert wurde. Weitere 22 Einheiten sind bereits bei dem Bremer Unternehmen bestellt.

Künftig sollen die Satelliten bereits in Bremen mit den „Flügeln“ ausgestattet werden, doch im vorliegenden Falle nutzten die Ingenieure von Dutch Space die Gelegenheit, ihre deutschen Kollegen für diese Montagearbeiten auszubilden. Dann soll es möglich sein, die Flugkörper hintereinander weg von OHB zum ESTEC und von da aus direkt nach Kourou zum Start zu liefern.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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