01.02.2011
FLUG REVUE

GEO-1 absolviert letzte Prüfung vor dem Start

Das erste Exemplar einer neuen Familie US-amerikanischer Frühwarnsatelliten, GEO-1, hat seinen letzten Systemtest zur Funktionsweise der Verbindung zum Kontrollzentrum ohne Mängel bestanden.

GEO-1 ist der erste geostationäre Satellit innerhalb des Space Based Infrared System (SBIRS) und soll noch in diesem Frühjahr auf seine Bahn gebracht werden. Auftraggeber ist das Infrared Space Systems Directorate des US Air Force Space and Missile Systems Center, Hauptauftragnehmer Lockheed Martin. Die Aufklärungsnutzlast wird von Northrop Grumman gebaut und zugeliefert.

SBIRS wurde bereits 1994 als Nachfolgesystem des Defense Support Program (DSP) ausgewählt, weil es sowohl die Starts von Kurzstreckenraketen als auch solche von Interkontinentalwaffen erkennen und melden kann. Das System soll einmal aus vier geostationären Satelliten (SBIRS-GEO) und vier speziellen Nutzlasten bestehen, die als Huckepack-Sensoren bei anderen Militärsatelliten auf hochelliptischen Bahnen fliegen (SBIRS-HEO oder auch SBIRS-High). Zwei dieser Nutzlasten, die aus hochempfindlichen Sensorenpaketen bestehen, befinden sich bereits im All.

Ursprünglich sollte das System noch mit 24 Beobachtungssatelliten auf niedrigen Polarbahnen ergänzt werden (SBIRS-Low), doch wurde diese Komponente inzwischen abgetrennt und wird jetzt als Space Tracking and Surveillance System (STSS) von der Missile Defense Agency weitergeführt. Ein Grund für die Trennung waren nicht zuletzt die permanenten Budget-Überschreitungen aller am Bau beteiligten Unternehmen - schon jetzt liegen die geschätzten Kosten für das SBIRS bei mehr als zehn Milliarden US-Dollar.




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