14.02.2011
FLUG REVUE

Glory meldet Startbereitschaft

Der Start des neuen NASA-Umweltsatelliten Glory vom Startkomplex 576-E auf der Vandenberg Air Force Base aus ist für den 23. Februar 2011 geplant. Als Trägerrakete wird eine Taurus XL von Orbital Sciences eingesetzt.

Das Startfenster zum Erreichen der optimalen Positionierung innerhalb des sogenannten A-Trains von NASA-Umweltsatelliten ist nur 48 Sekunden lang geöffnet, so dass der Start mit äußerster Präzision erfolgen muss. Nach Erreichen der polaren Umlaufbahn wird Glory aus einer Höhe von 810 Kilometern seine Arbeit aufnehmen.

Mit Hilfe der Bordapparaturen wollen Wissenschaftler herausfinden, welchen Einfluss sowohl die Sonnenenergie als auch in der Lufthülle befindliche Aerosole auf den Energiehaushalt der Erde haben. Damit sollen gleichzeitig Voraussagen für einen befürchteten Klimawandel möglich sein.

Aerosole sind winzige Schwebeteilchen in der Amosphäre, die Sonnenlicht sowohl absorbieren als auch reflektieren können. Zudem dienen sie als Kondensationskerne für die Luftfeuchtigkeit und damit als Auslöser für die Wolkenbildung. Als Beispiel dafür kann Sahara-Staub dienen, der mit hohen Luftströmungen bis in die Karibik transportiert wird.

Unter der Nutzlastverkleidung der Taurus XL befindet sich auch ein Dispenser, eine Vorrichtung zum Ausstoß von sgenannten Cubesats. Bei dieser NASA-Mission ELaNa (Educational Launch of Nanonsatellite) werden drei solcher winzigen Satelliten ausgestoßen, die von Collegestudenten entworfen und gebaut worden sind.

Diese Nutzlastverkleidung der Trägerrakete wird beim bevorstehenden Start mit besonderer Aufmerksamkeit bedacht. Immerhin gab es beim bislang letzten Start einer Taurus XL im Februar 2009 Probleme damit, denn sie öffnete sich nicht wie vorgesehen, so dass der Satellit Orbiting Carbon Observatory - ebenfalls ein geplanter "Waggon" des A-Trains - nicht die Umlaufbahn erreichte. Die Kinderkrankheiten des relativ jungen Trägersystems sollen aber nach Aussagen von Managern des Herstellers Orbital Science nunmehr beseitigt worden sein.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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