17.03.2009
FLUG REVUE

GOCE gestartetGOCE erfolgreich im Weltall ausgesetzt

Mit einem Tag Verzögerung hob der Europäischer Satellit zur Erforschung des Erd-Schwerefeld heute um 15:21 Uhr MEZ in Plesetsk ab.

GOCE Artist ReLi-Sonne

Der Satellit GOCE ist seit dem 17. März 2009 im All (Zeichnung: ESA)  

 

Die Trägerrakete vom Typ Rockot brachte den Satelliten in eine annähernd polare Umlaufbahn mit einer Neigung von 96,5 Grad in 260 Kilometer Höhe. Von hier aus wird GOCE 20 Monate lang das Schwerefeld der Erde in bislang nicht erreichter Präzision vermessen. Die erwarteten Ergebnisse werden insbesondere für die Ozeanographie, Geophysik und Erforschung des Meeresspiegels wichtig sein.

Mit GOCE unterstützt die europäische Raumfahrt zudem EU-Maßnahmen in den Bereichen Klima und Umwelt. Deutschland trägt 22 Prozent zur Finanzierung des Erdbeobachtungsrahmenprogramms (EOEP) der Europäische Weltraumorganisation ESA bei, in dem auch die 300 Millionen Euro umfassende GOCE-Mission realisiert wird. GOCE ist der erste einer Reihe von hoch spezialisierten Satelliten, mit denen die ESA gesicherte Daten über die in der Atmosphäre, in den Ozeanen und auf dem Festland ablaufenden Vorgänge liefern und somit neue Erkenntnisse globaler Umweltveränderungen ermöglichen wird.

Die Schwerkraftsignale werden umso stärker, je geringer der Abstand eines Satelliten von der Erde ist. GOCEs Umlaufbahn ist mit einer Höhe von etwa 260 Kilometern daher die niedrigste Bahn, auf der ein wissenschaftlicher Satellit je flog. Die Reibungskräfte der Restatmosphäre, die in dieser Flughöhe zu einem schnellen Abtauchen des Satelliten führen würden, kompensiert ein Ionentriebwerk, das so genannte Drag-free-System. Über die Lageregelung wird die gewünschte Orientierung der Instrumente bezüglich der Erde erreicht.




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