27.01.2011
FLUG REVUE

Hubbles bislang tiefster Blick ins Universum

Das Hubble Space Telescope blickt immer tiefer ins Universum und gleichzeitig immer weiter zurück in die Zeit. Damit rücken seine Beobachtungen näher an den Urknall heran, der vor etwa 13,7 Milliarden Jahren stattgefunden hat.

Die kürzlich entdeckte Galaxie ist rund 13,2 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt, rund 150 Lichtjahre weiter als das bisher von Hubble gefundene weiteste Objekt. Damit ist dieser Sternhaufen, der nur als kleiner roter Punkt auf den Aufnahmen erscheint, zugleich die jüngste bisher gefundene Galaxie, denn sie entstand bereits rund 480 Millionen Jahre nach dem Urknall. In den darauffolgenden 170 Millionen Jahren stieg die Zahl an Sternengeburten im jungen Universum dramatisch um den Faktor zehn.

Das winzige Objekt ist eine kompakte Galaxie aus blauen Sternen. Zum Vergleich: Etwa 100 solcher Mini-Galaxien sind notwendig, um eine Formation wie unsere Milchstraße zu bilden. Die Enrtdeckung war nur möglich dank des Einsatzes der Wide Field Camera 3 an Bord des Satellitenteleskops, die während der letzten Hubble-Servicemission im Mai 2009 an Bord installiert worden war. Eine einwandfreie Identifikation erfolgte dann anhand der Ultra Deep Field-Infrared-Daten des Instruments

Das Licht der Galaxie, das uns jetzt erreichte, ist also 13,2 Milliarden Jahre alt. Niemand hat eine Ahnung, wie sie heute aussieht, aber damals war sie noch zu jung und zu klein um die charakteristischen Spiralarme auszubilden. Diese Protogalaxie ist nur im extremen infraroten Licht erkennbar. Weitere Blicke ins Universum und damit noch näher an den Urknall heran wird erst der Hubble-Nachfolger Webb Space Telescope richten können.




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