25.12.2012
FLUG REVUE

Internationale Konferenz zu Weltraummüll

Die ESA wird im April 2013 eine viertägige internationale Konferenz zum Thema „Weltraummüll“ ausrichten. Als weltweit größte Veranstaltung zum Thema wird sie sich mit den vielfältigen Gefahren für die Raumfahrt durch die wachsende Anzahl von Objekten in erdnahen Umlaufbahnen beschäftigen.

Die ESA veranstaltet diese sechste europäische Konferenz zu Raumfahrtrückständen am ESOC, dem Europäischen Satellitenkontrollzentrum in Darmstadt, vom 22. bis 25. April 2013. Mehr als 300 ausgewiesene Experten aus aller Welt werden erwartet. Die Ausrichtung der Konferenz wird unterstützt von den nationalen Raumfahrtagenturen Deutschlands, Frankreichs, Großbritanniens und Italiens (DLR, CNES, UKSA und ASI), dem „Committee on Space Research“ (COSPAR) sowie der „International Academy of Astronautics“ (IAA).

Weltraummüll entsteht aus künstlichen Objekten und umfasst funktionsuntüchtige Satelliten, Raketenoberstufen und andere freigesetzte Komponenten. Viele dieser Objekte, die unseren Planeten umkreisen, bergen das Risiko, zu zerfallen oder zu explodieren und somit das Problem zu verschärfen.
Man schätzt heute die Anteile der Raumfahrtsrückstände in Erdumlaufbahnen auf rund:

29 000 Objekte größer als zehn Zentimeter (davon werden 23 000 regelmäßig beobachtet),
670 000 Objekte größer als einen Zentimeter, sowie
mehr als 170 Millionen Objekte größer als einen Millimeter.

Manche dieser Schrottteile bewegen sich mit Relativgeschwindigkeiten zu operationellen Satelliten von bis zu 56 000 km pro Stunde. Seit 1957 haben mehr als 4900 Raketenstarts zu mehr als 23.000 nachverfolgbaren Objekten in Erdumlaufbahnen von mehr als zehn Zentimetern Größe geführt. Etwa 1000 davon sind aktive Satelliten. Die verbleibenden 94 Prozent sind Raumfahrtrückstände, d.h. Objekte, die keinen sinnvollen Zweck mehr erfüllen. Um die 64 Prozent der routinemäßig beobachteten Objekte sind aus bisher 250 Fragmentierungsprozessen hervorgegangen, die Mehrzahl von ihnen aus Explosionen und Kollisionen von Satelliten und Raketenstufen.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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