02.12.2012
FLUG REVUE

ISS dreht sich zur Sonne

Möglichst viele Sonnenstrahlen einzufangen und zu analysieren - das ist die Aufgabe von SOLAR an der Außenseite der Internationalen Raumstation. Dafür ist das Instrument mit zwei beweglichen Aufhängungen versehen, die die punktgenaue Verfolgung der Sonne von der ISS aus ermöglichen.

Fliegt die Raumstation ihre übliche Bahn, sind jedoch die Beobachtungszeiträume auf zehn bis zwölf Tage beschränkt und SOLAR muss zwangsläufig immer wieder etwa ebenso lange Pausen einlegen. Die Raumstation liegt dann zwischen Instrument und Sonne. Am 1. Dezember 2012 gab es deshalb eine Premiere: Zum ersten Mal veränderten die Ingenieure für ein wissenschaftliches Experiment die Flugbahn der Station. Zwei Wochen lang wird nun die ISS um sieben Grad gedreht um die Erde kreisen. Dadurch ist es endlich möglich, mit SOLAR eine gesamte Drehung der Sonne um ihre eigene Achse, welche etwa 27 Tage dauert, komplett wissenschaftlich zu analysieren.

Das Instrument, das solch eine Ausnahme wert ist, fliegt bereits seit dem 7. Februar 2008 durchs All und startete mit dem europäischen Modul Columbus zur ISS. Dort sitzt SOLAR an der Außenseite des Forschungslabors und sollte zunächst für nur 18 Monate die Sonne und deren Aktivität im Blick halten. Mittlerweile jedoch messen die beiden Geräte SOLSPEC und SolACES seit fast fünf Jahren die Sonnenstrahlung in verschiedenen Wellenlängen, um so beispielsweise deren unterschiedliche Auswirkung auf das Klima der Erde untersuchen zu können. Die Entwicklung des Spektrophotometers SolACES sowie dessen Betrieb wurden vom Raumfahrtmanagement des DLR gefördert.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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