22.02.2013
FLUG REVUE

JUICE - ESA gibt wissenschaftliche Ausrüstung bekannt

Die Mission JUICE (JUpiter ICy moons Explorer) wird mit insgesamt elf wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet sein, die den Gasriesen Jupiter und seine Monde, auf denen riesige Ozeane vermutet werden, untersuchen sollen.

JUICE ist die erste große Wissenschaftsmission des ESA-Programms Cosmic Vision 2015–2025. Die Sonde soll 2022 ins All starten und 2030 am Jupiter ankommen. Anschließend wird sie für mindestens drei Jahre detaillierte Beobachtungen auf dem größten Planeten unseres Sonnensystems sowie auf drei seiner größten Monde – Ganymed, Kallisto und Europa – durchführen

Der Ausschuss der ESA für das Wissenschaftliche Programm (SPC) hat die Aufnahme zusätzlicher Instrumente bestätigt, darunter Kameras und Spektrometren, ein Laser-Höhenmesser sowie ein Radar, das Eisschichten durchdringt. Zu den weiteren Instrumenten an Bord zählen ein Magnetometer, Plasma- und Partikelmessinstrumente sowie Radio Science-Equipment. Die Instrumente werden mittels Förderungen der jeweiligen Nationen von wissenschaftlichen Teams aus 15 europäischen Ländern, den USA und Japan entwickelt.

Während der gesamten Mission wird JUICE die Atmosphäre und Magnetosphäre des Jupiters sowie die Wechselwirkungen des riesigen Gasplaneten mit seinen vier Galileischen Monden – die drei Eismonde und Io – beobachten. Die Raumsonde wird ein Dutzend Mal an Kallisto vorbeifliegen, dem kraterreichsten Objekt im Sonnensystem, und zwei Mal am Jupitermond Europa, um die ersten Vermessungen der Dicke seiner Eiskruste vorzunehmen. Schließlich wird JUICE in einer Umlaufbahn von Ganymed kreisen, wo sie die Eisoberfläche sowie die innere Struktur dieses Jupitermondes samt seines unter der Oberfläche verborgenen Ozeans erforschen wird. Ganymed ist der größte Mond des Sonnensystems und der einzige, von dem bekannt ist, dass er sein eigenes Magnetfeld erzeugt. Daher wird JUICE seine einzigartigen magnetischen und plasmabasierten Interaktionen mit der Magnetosphäre des Jupiters detailliert beobachten.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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