16.05.2014
FLUG REVUE

Hubble-BeobachtungenJupiters Großer Roter Fleck wird immer kleiner

Der Große Rote Fleck, das „Markenzeichen“ des Gasplaneten Jupiter, ist in den letzten Jahren immer kleiner geworden. Derzeit beträgt sein Durchmesser nur noch knapp 19.000 Kilometer

jupiter roter fleck

Über 20 Jahre hinweg registrierte das Hubble Space Telescope das Schrumpfen von Jupiters Markenzeichen. © ESA/MPS  

 

Der größte Wirbelsturm des Sonnensystems. Copyright: NASA

Astronomen beobachten den Schwund bereits seit den 1930er Jahren näher; erstmals beschrieben wurde der „Great Red Spot“  bereits 1664 (!) von dem englischen Astronomen Robert Hooke. Während sich solche Windwirbel in der Atmosphäre der Erde normalerweise nach wenigen Wochen wieder auflösen, war der riesige Jupitersturm in den letzten 450 Jahren relativ unveränderlich. Schon mit relativ einfachen Teleskopen kann man den ovalen Fleck beobachten, denn er ist immerhin zweimal größer als die Erde. Der rote Fleck ist eigentlich orange, wobei die Wissenschaft nicht weiß, was für diese auffällige Färbung verantwortlich ist. Befand er sich früher im sogenannten „südlichen äquatorialen Gürtel“, so ist dieser seit 2009 verschwunden. Jetzt liegt der Fleck in einem breiten weißen Band und ist so noch besser aufzu-finden.

Zu Beginn der regelmäßigen astronomischen Beobachtungen hatte der Große Rote Fleck noch einen Durchmesser von etwa 46.000 Kilometern, doch als die NASA-Raumsonden Voyager 1 und 2 im Jahre 1979 den Planeten passierten, waren es schon nur noch 27.000 Kilometer. Derzeit verliert der Wirbel jährlich rund 1000 Kilometer, und inzwischen hat er auch seine Form vom Oval zum Kreis verändert. Astronomen beobachteten auch eine Zunahme von Randwirbeln, die sich von der Umgebung in den Fleck hinein bewegen. Möglicherweise beeinflussen diese die Energie des Phänomens und führen damit zu seiner Reduzierung.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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