05.04.2013
FLUG REVUE

Kepler bringt Beweis für Einsteins Relativitätstheorie

Anhand von Daten des NASA-Satelliten Kepler konnten Wissenschaftler den Gravitationslinseneffekt nachweisen, den Albert Einstein bereits in seiner Allgemeinen Relativitätstheorie beschrieben hatte.

Der Gravitationslinseneffekt beschreibt die Ablenkung von Licht mittels schwerer Massen, wobei das Licht ferner kosmischer Objekte in unserer Beobachtungsrichtung von einem davor liegenden massereichen Objekt, der Gravitationslinse, beeinflusst wird. Ihre Gravitation verändert die Ausbreitungsrichtung des Lichtes, was dazu führt, dass die Position des Objekts am Himel verschoben erscheint. Dabei kann das Bild verstärkt, vervielfältigt oder auch verzerrt erscheinen. Diese gravitative Lichtablenkung beschrieb Einstein bereits 1915/16, aber erst 1979 gelang die Beobachtung derartiger Gravitationslinsen.

Kepler entdeckte nun das Doppelsternsystem KOI-256, bestehend aus einem Roten Zwergen und einem winzigen, aber viel massereicheren Weißen Zwerg. Dieser ist etwa so groß wie die Erde, hat aber die Masse unserer Sonne und sorgt dafür, dass ihm riesige rote Materieausbuchtungen wie Flutwellen hinterher wabbeln. Die Wissenschaftler überprüften die Daten mit solchen des UV-Satelliten GALEX und fanden schließlich die winzige, aber messbare Ablenkung des Lichtes. Einsteins Theorie ermöglichte letztlich sogar die Bestimmung der Größen und Massen beider Himmelskörper.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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