12.02.2009
FLUG REVUE

Kollision im Weltall

Nach Angaben der US-Raumfahrtagentur NASA sind am Dienstagabend (10. Februar) zwei Erdsatelliten über Sibirien zusammengestoßen. Das ist der erste Zusammenstoß zweier Raumflugkörper in der Umlaufbahn.

Weltraumschrott

Weltraumschrott gefährdet zunehmend die Satelliten auf ihren Umlaufbahnen (C) NASA Image  

 

Beteiligt waren der abgeschaltete russische Kosmos 2251 und einer von 66 Kommunikationssatelliten des US-Mobilfunkanbieters Iridium. Die Kollision geschah in rund 790 Kilometern Höhe über der Erdoberfläche, wobei sich eine Trümmerwolke von rund 600 Wrackteilen bildete. NASA-Angaben zufolge besteht nur ein geringes Risiko für die Internationale Raumstation, von Trümmern getroffen zu werden, da deren Umlaufbahn in nur 350 Kilometern Höhe verläuft. Sollte sich allerdings die Wolke nähern, sei die ISS technisch in der Lage, rechtzeitig ein Ausweichmanöver einzuleiten. Das wurde bisher schon achtmal praktiziert. Unklar ist allerdings derzeit noch eine mögliche Gefährdung für andere Raumflugkörper.

Iridium teilte indessen mit, die Kollision sei nicht auf technische Probleme ihres Satelliten zurückzuführen. Die Arbeit des zerstörten Flugkörpers könne innerhalb von 30 Tagen von einem anderen des Netzes übernommen werden. Dafür müsste mann nur einige Positionsveränderungen vornehmen. In der Zwischenzeit müsse man allerdings mit kurzen Kommunikationsausfällen rechnen.

Von den seit Sputnik 1 im Jahre 1957 gestarteten rund 6000 künstlichen Erdsatelliten sind etwa 50 Prozent schon wieder verglüht. Von der übrigen Hälfte wiederum sind bereits etwa 50 Prozent außer Betrieb und gelten inzwischen als Weltraummüll auf unterschiedlichen Bahnhöhen.




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