21.03.2013
FLUG REVUE

Kommunikationsprobleme Erde-Mars

Alle 26 Monate steht die Sonne genau zwischen Mars und Erde. Astronomen bezeichnen das als Konjunktion, und sie führt dazu, dass Funkverbindungen zwischen den Sonden Mars Express, Mars Reconnaissance Orbiter (MRO), Mars Odyssey sowie den Rovern Opportunity und Curiosity für einige Zeit nicht möglich sind beziehungsweise stark gestört sein werden.

Im April ist es wieder soweit, und die Experten in  den Flugkontrollzentren bereiten sich bereits jetzt darauf vor, dass es zwischen ihnen und ihren "Schützlingen" für mindestens zwei Wochen keine Kommunikation geben wird. Aufgeregt ist man deshalb aber nicht, denn die Operateure haben schon Erfahrungen mit solchen Situationen. Für Mars Odyssey zum Beispiel ist es bereits die sechste Konjunktion seit dem Dienstbeginn im Jahre 2001. Dennoch sind solche Konstellationen unterschiedlich, nicht zuletzt wegen der Sonnenaktivität, die sich mal mehr, mal weniger auf die Verbindungen auswirkt.

In diesem Jahr wird es mit Sicherheit vom 9. bis zum 26. April ein "Funkloch" geben, und erst danach können wieder Signale übermittelt werden. Das ist vor allem wichtig für den Betrieb des Marsrovers Curiosity, weil MRO und Odyssey als Relaissatelliten für dessen Betrieb fungieren. MRO wird ab dem 4. April in den reinen Aufzeichnungsmodus versetzt und kann in seinen Speichern 40 GB eigener Daten sowie zwölf GB an Daten von Curiosity lagern. Ab dem 1. Mai wird es dann wieder möglich sein, diese zur Erde zu übertragen. Der Rover Opportunity wiederum wird in dieser Zeit gar keine Kommandos von der Erde erhalten, sondern ein vorher übermitteltes Untersuchungsprogramm automatisch absolvieren.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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