04.10.2013
FLUG REVUE

KometenforschungKomplettansicht eines Asteroiden

Obwohl die NASA-Sonde Dawn bereits seit dem 5. September 2012 auf dem Weg zum Zwergplaneten Ceres ist, sind Wissenschaftler immer noch mit der Auswertung ihrer Untersuchungen des Asteroiden Vesta beschäftigt.

vesta

Gesamtansicht der Vesta als Mosaik aus Hunderten Einzelaufnahmen. © NASA  

 

Dawn hatte am 16. Juli 2011 den Asteroiden Vesta* erreicht und danach mehr als ein Jahr lang aus einer Umlaufbahn den riesigen Gesteinsbrocken fotografiert, kartografiert und seine Zusammensetzung analysiert. Inzwischen wissen wir, dass der Himmelskörper eine Kruste, einen Mantel sowie einen Eisen-Nickel-Kern hat. All die zur Erde gesendeten Bilder indessen zeigten nur Ausschnitte, tiefe Schatten usw. – ein topografisches Gesamtbild stand noch aus.

Aus Hunderten von Bildern berechneten die Experten nun am Computer solche Ansichten wie die oben gezeigte, wobei sie Schärfen- und Helligkeitsunterschiede ausglichen. Auf diesem Bild sind beispielsweise deutlich der 25 Kilometer hohe Berg am Südpol zu sehen, der also dreimal so hoch ist wie der Mount Everest, die als „Schneemann“ bezeichnete Kraterformation im linken oberen und ein rund 150 Kilometer durchmessender Einschlagkrater im rechten oberen Quadranten. Es ist davon auszugehen, dass mit den jüngsten Gesamtansichten die Vesta noch lange nicht als abgeschlossener Forschungsgegenstand betrachtet werden kann.

* Mit 516 Kilometern mittlerem Durchmesser ist Vesta der zweitgrößte Asteroid unseres Sonnensystems. Er war am 29. März 1807 von Heinrich Wilhelm Olbers in Bremen entdeckt und zunächst – wie Ceres, Pallas und Juno – als Planet angesehen worden. Erst Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die Einteilung in Kleinplaneten sowie Asteroiden eingeführt.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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