19.01.2011
FLUG REVUE

Kosmonauten bereiten 27. Ausstieg vor

Die russischen Kosmonauten Dmitri Kondratjew und Oleg Skripotschka werden am 21. Januar den insgesamt 27. russischen Arbeitseinsatz außerhalb der Internationalen Raumstation durchführen. Dabei kommt viel Arbeit auf sie zu.

Kondratjew (Rufname "Extravehicular 1"/EV) und Skripotschka (EV2), beide Flugingenieure der gegenwärtigen 26. ISS-Stammbesatzung, werden die Station aus dem Schleusenmodul Pirs verlassen und dabei russische Raumanzüge des Typs Orlan-MK tragen - Kondratjew zur besseren Erkennbarkeit für die Kameraden an Bord mit roten und Skripotschka mit blauen Streifen. Letzterer hat zudem eine US-amerikanische, drahtlose Fernsehkamera samt Scheinwerfern am Helm befestigt, damit die Flugkontrolleure in Moskau die Arbeiten live verfolgen können.

Kurz vor Beginn des Ausstiegs werden sich Commander Scott Kelly und Flugingenieur Alexander Kaleri an Bord der Raumkapsel Sojus 24 begeben und die Luke hinter sich schließen. Diese Vorgehensweise ist notwendig, falls es beim Öffnen der Pirs-Luke zu einer plötzlichen Dekompression der Station kommen sollte. Die beiden anderen Flugingenieure, Cady Coleman und Paolo Nespoli, befinden sich im US-Segment der Station, von wo aus sie im Notfall schnell ihre Kapsel Sojus 25 erreichen könnten.

Die Kosmonauten werden während ihres Arbeitseinsatzes eine Antenne und Kabel für das experimentelle Datenübertragungssystem mitführen, die an der Außenwand des Moduls Swjesda befestigt werden. Das System soll Übertragungsraten von rund 100 MB pro Sekunde ermöglichen. Als nächstes wird ein Plasmapulsgenerator von der Steuerbordseite des Moduls abgebaut, der eigentlich Störungen in der Ionosphäre messen sollte, aber schon früh ausgefallen ist. Demontiert wird ebenso das kommerzielle Experiment Expose-R mit Materialproben aus Russland und Westeuropa. Schließlich wirdam Kopplungsmodul Rassvet noch eine neue Dockingkamera installiert. Das sollte eigentlich schon im November 2010 passiert sein, aber damals war der Befestigungspunkt von Isolationsmatten bedeckt. Nun nutzen die Weltall-Arbeiter ein spezielles Schneidwerkzeug, um den Platz freizumachen. Schon für den 16. Februar ist der nächste Außenbordeinsatz vorgesehen.




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