12.02.2014
FLUG REVUE

Erdbeobachtung auf höchstem NiveauLandsat 8 ist seit einem Jahr im Einsatz

Am 11. Februar 2013 startete von der Vandenberg Air Force Base in Kalifornien aus der NASA-Erderkundungssatellit Landsat 8 zu seiner Mission.

landsat-8

Landsat 8 hat bisher alle Erwartungen übertroffen. © NASA  

 

100 Tage nach diesem Start ging der Raumflugkörper ín den operationellen Dienst des US Geological Survey. Seitdem setzt er die Tradition aller seiner Vorgänger fort, die seit 1972 ununterbrochen alle Veränderungen der Erdoberfläche registrierten. Von seiner Umlaufbahn in rund 700 Kilometern Höhe aus fotografiert der Satellit alle Naturereignisse, wie beispielsweise Vulkanausbrüche, Gletscherbewegungen, Überflutungen und Waldbrände, ebenso wie den Einfluss des Menschen auf die Natur. Alles in allem sendet Landsat 8 rund 550 Bilder täglich zur Erde. Gemeinsam mit denen des immer noch aktiven Vorgängermodells Landsat 7 sind das fast 1000 am Tag, mehr als doppelt so viele wie noch vor drei Jahren, als die Modelle 5 und 7 gemeinsam arbeiteten.

Dabei sind die Daten des moderneren Musters um fast 20 Prozent genauer als die seines Vorgängers. Allein mittels des hochgenauen Thermal Imagers an Bord gelang es, aus der Umlaufbahn den bisher kältesten Ort in der Antarktis zu ermitteln, mit noch niedrigeren Temperaturen als die im Jahre 1983 gemessenen minus 89,2 Grad Celsius. Innerhalb von fünf Stunden sind alle Bilder und Daten kostenfrei der Öffentlichkeit zugänglich und können beim EROS-Center in Sioux Falls abgerufen werden (Earth Resources Observation and Science). Für den US Forest Service oder den Natural Agricultural Statistical Service beispielsweise sind diese Daten mittlerweile unverzichtbar in der täglichen Arbeit.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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