Buchbesprechung Hertenberger Literatur: Aufbruch in den Weltraum

Der Autor, studierter Biologe und Wissenschaftsjournalist aus Wien, beschäftigt sich in diesem Buch mit den „unglaublichen Erlebnissen sowjetischer Kosmonauten auf ihren ersten Expeditionen ins All“.

Hertenberger

Ein wenig reißerisch, aber im Großen und Ganzen nicht übel.  

 

Am Ergebnis seiner Recherchen ist nichts auszusetzen, höchstens, dass er das Thema hin und wieder auch auf unbemannte Missionen und die Probleme US-amerikanischer Astronauten ausdehnt. Doch auch das kann man als Zusatzinformation werten. Dass er, beziehungsweise die Verlagswerbung, allerdings behauptet, hier werde erstmals einem deutschsprachigen Publikum „ein völlig neues Bild der frühen russischen Weltraumprogramme“ gezeichnet, ist ziemlich hochgestochen.

Immerhin führt Hertenberger unter seinen Literaturquellen auch Gründers im Jahr 2000 erschienenes Buch „SOS im All“ an, und wenn er das wirklich gelesen hat, dann wüsste er, dass er mit der Beschreibung der „zum Teil haarsträubenden Erlebnisse großer Raumfahrer“ auf dem deutschsprachigen Markt nur den zweiten Platz belegt. Wer jedoch „SOS“ nicht kennt, ist mit dem vorliegenden Buch gut bedient.

Gerhard Hertenberger: Aufbruch in den Weltraum. 224 Seiten mit s/w-Abbildungen. ISBN 978-3-902406-63-7. Seifert Verlag München, 2009. 19,90 Euro.

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