06.11.2012
FLUG REVUE

Mars Express erforscht die geologische Vergangenheit des Roten Planeten

Jüngste Aufnahmen des Nereidum Montes im Argyre-Bassin zeigen eine "wilde Vergangenheit" dieses Terrains. Dank der High Resolution Stereo Camera (HRSC) an Bord des Orbiters blicken Wissenschaftler tief in eine wasserreiche Geschichte.

Nereidum Montes ist ein etwa 1150 Kilometer langer Gebirgszug, der seinen Namen von dem griechischen Astronomen Eugène Michel Antoniadi (1870-1944) erhalten hat. Antoniadi war der erste, der die sogenannten "Marskanäle" als optische Täuschungen beschrieben hatte. Auf den Bildern sind zahlreiche Dränagen zu sehen, baumförmige, weit verästelte Einschnitte in der Landschaft, wie sie auch auf der Erde nach starkem Regen oder infolge der Schneeschmelze entstehen.

Bei einigen der Krater vermuten die Planetologen aufgrund des Verhältnisses von Durchmesser und Tiefe, dass unter all dem Geröll und Staub auch heute noch Wassereis vorhanden sein müsste. Dabei gehen sie von mehreren zehn bis zu hunderten von Metern Eisdicke aus.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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