27.11.2013
FLUG REVUE

Energieabfall ist beseitigtMarsrover Curiosity kann die Arbeit fortsetzen

Große Aufregung am 17. November bei der Missionskontrolle des Marsautos: Ein plötzlicher Spannungsabfall in den elektrischen Systemen bedrohte die weitere wissenschaftliche Arbeit.

curiosity

Die Probleme im elektrischen System des Marsrovers konnten behoben werden. © NASA  

 

Rob Zimmerman vom Jet Propulsion Laboratory der NASA und verantwortlich für die Elektrik des Rovers, beruhigte allerdings die Gemüter: „Das Problem bedroht weder Sicherheit noch ‚Gesundheitszustand‘ von Curiosity. Das elektrische System ist so aufgebaut, dass es ziemlich große Spannungsdifferenzen zwischen dem Chassis – der Masse – und den 32-Volt-Kabeln toleriert. Das schützt unser Auto vor Kurzschlüssen.“ Also erstellten die Techniker eine Liste der möglichen Ursachen und arbeiteten diese eine nach der anderen ab. In diesen sechs Tagen ruhte der Wissenschaftsbetrieb des fahrbaren Labors.

Inzwischen scheint es ziemlich sicher, dass ein interner Kurzschluss im Multi-Mission Radioisotope Thermoelectric Generator zu dem Spannungsabfall geführt hat, doch das kann, wie man an der Saturnsonde Cassini erlebt hat, schon mal vorkommen. Hilfreich war auch das System der Selbstdiagnose an Bord, das den Technikern mit erhöhter Rate die Daten zur Erde schickte. Mittlerweile gelang es, den ursprünglichen Zustand wieder herzustellen und einige Backup-Systeme einzuschalten. Damit will man dem erneuten Auftreten von Kurzschlüssen vorbeugen.

Dass alle Systeme wieder einwandfrei arbeiten, bewies der Rover, indem er mit Hilfe des Roboterarms eine Portion Gesteinsmehl aus einem Sammelbehälter zu den Analysegeräten im Inneren beförderte. Das Material war sechs Monate zuvor am Felsblock „Cumberland“ gesammelt und seitdem zu Vergleichszwecken mit anderen Proben gelagert worden.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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