15.02.2013
FLUG REVUE

Marsvulkan brachte Eis zum Schmelzen

Am 13. Januar dieses Jahres nahm die vom DLR betriebene hochauflösende Stereokamera HRSC an Bord der ESA-Raumsonde Mars Express die Mündung der Marsregion Tinto Vallis südwestlich des Palos-Kraters auf.

Mit diesen neuen Bildern macht Mars Express die Ähnlichkeiten zwischen Regionen auf unserem Planeten, wie wir sie beispielsweise in den polaren Gebieten oder einigen Wüsten vorfinden, und Regionen auf dem Mars sowie die verflochtene frühe geologische Geschichte der beiden Welten noch deutlicher. Das nach dem Rio Tinto (dem berühmten, mineralienreichen "Roten Fluss" in der südwestspanischen Region Andalusien) benannte Tal Tinto Vallis ist 190 Kilometer lang und schon sehr alt: Es hat sich vermutlich während der Frühgeschichte des Mars vor etwa 3,7 Milliarden Jahren im Marshochland gebildet.

Man nimmt an, dass die Entstehung von Tinto Vallis auf vulkanische Aktivität zurückzuführen ist. Diese brachte Eis, das unter der Marsoberfläche vorhanden war, zum Schmelzen. Das führte wiederum dazu, dass Grundwasser an oder etwas unterhalb von Geländekanten austrat und bei dessen Abfließen im Ergebnis der rückschreitenden Erosion Täler ausgeschürft wurden. Das Schmelzwasser gelangte in Form von Sickerwasser und Quellen an Abhängen an die Marsoberfläche. Dadurch wurde der Abhang ausgehöhlt und wegen des Nachrutschens von Material aus dem Abhang "wanderte" die Erosionskante immer weiter nach hinten und führte schließlich zu steilen U-förmigen Talstrukturen.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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