30.11.2012
FLUG REVUE

Messenger entdeckt Wasser auf dem Merkur!

Wer denkt dass der sonnennächste Planet ein einziger Glutball sei, der irrt. Die NASA-Planetensonde Messenger (Mercury Surface, Space Environment, Geochemistry and Ranging) hat jetzt sogar den Nachweis für die Existenz von Wasser auf dem Merkur erbracht.

Dass es auf dem innersten Planeten unseres Sonnensystems Wasser geben müsse, vermuteten Planetologen schon lange, indessen fehlte ihnen der Beweis. Den aber halten sie nun in Händen und zwar aufgrund von Messungen atomaren Wasserstoffs mit dem Neutronenspektrometer der Sonde, von Untersuchungen der Reflexionen an der Oberfläche im nahen infraroten Bereich mit dem Mercury Laser Altimeter (MLA), sowie anhand des ersten kompletten Temperaturmodells des Planeten. Weil die Rotationsachse des Merkur um weniger als ein Grad zur Ebene der Ekliptik geneigt ist, gibt es gerade an den Polen eine ganze Menge Stellen, die nie von der Sonne beschienen werden, vor allem am Grunde tiefer Krater.

Die Theorie der Existenz von Wasser auf dem Merkur erhielt einen weiteren Anstoß im Jahre 1991, als auf Bildern des Radioteleskops Arecibo Stellen gefunden wurden, welche die Radiowellen genauso reflektierten, wie es von Wassereis bekannt ist. Diese Orte passten mit den von der Sonde Mariner 10 in den siebziger Jahren fotografierten polaren Kratern zusammen, doch fehlte der endgültige Nachweis schon deshalb, weil Mariner 10 weniger als die Hälfte der Planetenoberfläche erkundet hatte. Nunmehr glauben die Wissenschaftler, bis zu 20 Zentimeter dicke Eisschichten auf dem Grunde der meisten Krater gefunden zu haben.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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