05.03.2012
FLUG REVUE

Metop-B ist unterwegs zur Startbasis

Der von Astrium gebaute europäische Wettersatellit Metop-B, der auf einer polaren Umlaufbahn um die Erde kreisen wird, hat die Reinräume in Toulouse verlassen. Dort wurde der Satellit für den Transport zum Kosmodrom Baikonur (Kasachstan) vorbereitet, von wo aus er mit Hilfe einer Sojus-Trägerrakete von Starsem in den Orbit befördert werden soll. Der Start ist für den 23. Mai 2012 geplant.

Metop-B ist der zweite von  drei Wettersatelliten der Metop-Serie, die von der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) und der Europäischen Organisation für die Nutzung von meteorologischen Satelliten (EUMETSAT) bei Astrium in Auftrag gegeben wurde. Die Satelliten sollen jeweils nach fünf bis sechs Jahren ausgetauscht werden (Metop-A wurde 2006 ins All befördert, Metop-C ist für 2016 geplant), um so eine Datenkontinuität über mindestens 16 Jahre hinweg sicherzustellen.

Sobald er seine polare Umlaufbahn in 817 km Höhe erreicht hat, wird Metop-B verschiedenste Messdaten liefern, die für Wetterprognosen und die Überwachung des Klimageschehens von großer Bedeutung sind. Der 4100 kg schwere Satellit soll fünf Jahre lang im All im Einsatz bleiben.

Zu den Instrumenten und Komponenten, die Astrium an seinen Standorten in Deutschland, Großbritannien, Spanien, Frankreich und den Niederlanden für Metop-B gebaut hat, zählen das ASCAT-Radar, das an der Wasseroberfläche der Ozeane Windmessungen (Geschwindigkeit und Richtung der Winde) durchführen wird, sowie das MHS-Instrument, welches die Luftfeuchtigkeit der Atmosphäre messen wird und der Gras-Empfänger für GPS-Navigationssignale.

Die Wettersatelliten tragen wesentlich dazu bei, die Sicherheit von Bürgern, Infrastrukturen und Industriebetrieben, sowohl in Europa als auch darüber hinaus, gewährleisten zu können. Nur sie liefern ständig und für den gesamten Planeten Daten über das Wetter und das Klima.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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