18.09.2009
FLUG REVUE

Mikro-Satelliten MicroGEM zur Erderkundung

Ein Netz von kostengünstigen Kleinstsatelliten kann die Signale der Navigationssatellitensysteme GPS und GALILEO mit innovativen Methoden nutzen, um die Fernerkundung des Systems Erde wesentlich zu verbessern.

Am 18. September 2009 wurden in Berlin die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Machbarkeitsstudie vorgestellt, die gemeinsam vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ und der Technischen Universität Berlin durchgeführt wurde, gefördert aus Mitteln der TSB Technologiestiftung Berlin.

MicroGEM (Microsatellite for GNSS Earth Monitoring) steht für einen Satelliten mit einem Gewicht von etwa 100 Kilogramm, der eine besonders kosteneffektive Plattform für wissenschaftliche Instrumente darstellt. MicroGEM beruht auf der wissenschaftlichen Nutzung der Signale von Satelliten der globalen Navigationssysteme.
 
Aufbauend auf den Erfahrungen aus den Vorgängermissionen sollen erstmals die Signale der Galileo-Satelliten für die GNSS-basierte Atmosphären- und Ionosphärenfernerkundung im globalen Maßstab genutzt werden, wodurch wesentliche Verbesserungen der Methode erwartet werden. Zusätzlich sollen erstmals GNSS-Signale zur Fernerkundung von Meeres- und Eisoberflächen eingesetzt werden. Dabei stellt sich MicroGEM einer besonderen technologischen Herausforderung: der Realisierung einer kosteneffizienten Kleinsatellitenmission zur Erdbeobachtung als Vorläufer von zukünftigen Mehrsatellitensystemen mit wissenschaftlichen GNSS-Empfängern als Hauptnutzlast. Mit derartigen Konstellationen kann die Anzahl der Messungen deutlich erhöht und eine bessere globale Abdeckung erreicht werden.




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