26.03.2013
FLUG REVUE

Mond und Asteroiden haben viel gemeinsam

Unser Mond und die meisten der Asteroiden unseres Sonnensystems haben mehr gemeinsam, als bisher angenommen wurde. Das fanden Wissenschaftler der NASA und internationale Kollegen beim Studium von Meteoriten heraus.

So entdeckten sie zum Beispiel, dass Meteroiten, welche den Mond vor vier Milliarden Jahren bombardiert haben, die gleiche Zusammensetzung hatten wie jene, welche auf dem gigantischen Asteroiden Vesta einschlugen. Das ergibt neue Sichtweisen auf das gigantische Bombardement, welchem die terrestrischen Planeten in der Frühzeit des Sonnensystems ausgesetzt waren. Beispielsweise wird so die Theorie gestützt, dass die großen Gasplaneten einst auf anderen Umlaufbahnen um die Sonne kreisten als heute. Als sie dann auf die neuen Bahnen einschwenkten, zerstörten sie die Stabilität des Asteroidengürtels zwischen Mars und Jupiter, was zu regelrechten Meteoritenstürmen auf den Planeten führte. Diese Periode wird heute als "lunarer Kataklysmus" bezeichnet, und die neuen Daten geben Hinweise darauf, wann diese erdgeschichtliche Katastrophe begann und wie lange sie dauerte.

Die Vergleiche wurden mit Mondgestein angestellt, das von den Apollo-Astronauten zur Erde gebracht worden war, sowie mit Meteoriten, die nachweislich von der Vesta stammen. Ergänzt wurden sie mit Materialanalysen der Raumsonde Dawn, welche die Vesta von Juli 2011 bis August 2012 umfassend erforscht hatte. Daraus geht hervor, dass der Asteroidengürtel vor vier Milliarden Jahren einen großen Teil seiner Gesamtmasse verloren hat, welche in Form von schnell fliegenden Gesteinstrümmern auf anderen Himmelskörpern niederging.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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