02.04.2014
FLUG REVUE

Verkauf oder StilllegungNASA bietet SOFIA-Beteiligung an

Die NASA hat ein „Request for Information“ veröffentlicht, in dem sie potenziellen Interessenten die weitere Nutzung des Stratosphärenobservatoriums SOFIA anbietet, sowohl für wissenschaftliche Forschungen als auch für nicht näher bezeichnete „andere Nutzungen“.

Sofia

Nach der ursprünglichen Planung sollte SOFIA 20 Jahre lang mit 160 Flügen pro Jahr betrieben werden. © NASA  

 

Weil die NASA sparen muss und ihr Geld für andere wichtige Projekte benötigt, hat sie ihre Beteiligung an dem Gemeinschaftsunternehmen zwischen der Agentur und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt im Haushaltsentwurf für das Finanzjahr 2015 gestrichen. Das DLR kann jedoch nicht mehr als die vereinbarten 20 Prozent bezahlen, so dass das Flugzeug nach dem Willen der Verantwortlichen in den USA ab dem nächsten Jahr eingemottet werden soll (lesen Sie hierzu auch den Hintergrundbericht über das NASA-Budget in der kommenden Mai-Ausgabe der FLUG REVUE). Nunmehr könnten Interessenten die Maschine sogar für Einzelmissionen mieten – zum Preis von einer Million Dollar pro Nacht. Bei einem Industrietag am 11. April in Palmdale können sie sich mit dem Flugzeug, seiner wissenschaftlichen Ausrüstung und den Missionsinhalten vertraut machen.

In Deutschland regt sich währenddessen enormer Widerstand gegen die kurzsichtige NASA-Entscheidung, aus dem Programm auszusteigen. Mehr als zehn Jahre Vorbereitungszeit und riesige Investitionen stecken in der Maschine, die bislang nur drei Jahre im Einsatz war. Jetzt wollen die USA die Mittel von vorher 85 auf nunmehr zwölf Millionen Dollar im Jahr 2015 kürzen – dann ist aber Schluss. SOFIA hat ab sofort für die NASA nur noch geringe Priorität, weil das Projekt der Öffentlichkeit nicht wirksam verkauft werden kann; bemannte Flüge zu Asteroiden sind ab sofort wichtiger.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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