03.04.2014
FLUG REVUE

KlimaerwärmungNASA dokumentiert: Arktis-Eis schmilzt immer schneller

Die Saison, in der das Eis schmilzt, wird alle zehn Jahre um fünf Tage länger, haben NASA-Wissenschaftler herausgefunden. Damit kann das Nordpolarmeer mehr Sonnenenergie absorbieren, was den Prozess wiederum beschleunigt.

eis

Aufgebrochenes Meereis bereits Ende März im Kanadischen Bassin. © NASA  

 

Die neuen Erkenntnisse stammen aus langjährigen Messreihen des Mikrowellenradiometers an Bord des US-Wettersatelliten Nimbus-7 sowie ähnlicher Geräte auf den militärischen meteorologischen Raumflugkörpern der DMSP-Serie. Ergänzt wurden sie mit den Daten aus Albedomessungen von Eis- oder Wasseroberflächen, die mit Hilfe von Messgeräten auf den polar kreisenden Satelliten der US-Wetterbehörde NOAA gewonnen wurden. Daraus ergibt sich, dass der arktische Eisschild pro Dekade um mehr als einen Meter abnimmt. Insgesamt absorbierte ein Quadratmeter Erdoberfläche in den Jahren 2007 bis 2011 bis zu 400 Megajoule mehr Sonnenenergie, eine Menge, die ausreicht, bis zu 130 Zentimeter vom Oberflächeneis abzuschmelzen.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass wir noch in diesem Jahrzehnt einen eisfreien Sommer am Nordpol erleben werden. Das Schmelzen des Oberflächenschnees erkennen die Experten an charakteristischen Reflexionsmerkmalen der Mikrowellen, die während der ganzen Periode stabil bleiben und sich erst mit Einsetzen des Winters und Temperaturen unter null Grad wieder ändern. Obwohl Beginn und Ende der Schmelzperiode regional stark variieren, ist der allgemeine Trend unverkennbar. Leider führen die Variationen aber auch dazu, dass diese Änderungen nicht vorhersagbar sind, was für alle in der Nordpolarregion lebenden und arbeitenden Menschen von hohem Nutzen wäre.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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