08.05.2013
FLUG REVUE

NASA feiert 40. Jahrestag ihrer ersten Raumstation

Am 14. Mai 1973 hob am Cape die letzte der mächtigen Saturn-V-Raketen aus der Apollo-Ära ab und brachte die erste und einzige US-Raumstation Skylab in eine Erdumlaufbahn. Ihre Mission begann unglücklich, verlief dann äußerst erfolgreich und endete schließlich unrühmlich.

Schon beim Start riss sich wegen starker Vibrationen ein Meteoritenschutz los und nahm eine der beiden Solarzellenflächen der Station mit sich. In der Umlaufbahn musste Skylab in schnelle Rotation versetzt werden, weil sich der Innenraum stark aufheizte, so dass bereits die erste Besatzung per eigentlich ungeplantem Außenbordeinsatz ein Sonnensegel anbringen musste.

Insgesamt drei Besatzungen lebten und arbeiteten in den Jahren 1973 und 1974 für 28, 59 beziehungsweise 84 Tage in der Station und nahmen damit den Russen ihren bis dahin gehaltenen Langzeitflugrekord ab. Zahlreiche wissenschaftliche Experimente wurden an Bord durchgeführt, und das große Sonnenteleskop verschaffte den Wissenschaftlern außergewöhnliche Erkenntnisse über unser Zentralgestirn.

Schließlich wurde die Station konserviert, und man hoffte, sie so acht bis zehn Jahre lang erhalten zu können, damit sie von den Besatzungen der ersten Shuttle-Missionen als Ziel genutzt werden könnte. Ungewöhnlich starke Sonnenaktivität sorgte allerdings wenig später für ein rapides Absinken der Flugbahn, und weil für eventuelle Rettungsmaßnahmen kein Geld und keine brauchbaren technischen Lösungen vorhanden waren, stürzte die erste Raumstation der NASA am 11. Juli 1979 unkontrolliert ab.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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