01.12.2012
FLUG REVUE

NASA findet Bakterien in der Antarktis

Es ist dunkel, salzig und eiskalt, und dennoch haben Forscher der NASA und weiterer wissenschaftlicher Institutionen der USA in einem antarktischen See in 20 Metern Tiefe Bakterien gefunden.

Der Nachweis der Lebensfähigkeit primitiver Lebensformen unter derart schwierigen Bedingungen stützt einmal mehr die Theorie, dass Leben auch auf anderen Himmelskörpern unseres Sonnensystems existieren könnte. Als mögliche Orte, wo man am ehesten Leben außerhalb unseres Planeten finden dürfte, werden immer wieder der Saturnmond Enceladus und Jupiters Begleiter Europa genannt, unter deren dicker Oberfläche aus Eis tiefe Ozeane aus flüssigem Wasser vermutet werden.

Lake Vida heißt das antarktische Gewässer, das von den Experten untersucht worden war. Sein Wasser enthält keinerlei Sauerstoff, ist meistens gefroren, hat den weltweit höchsten Anteil von Stickoxiden und einen sechsmal höheren Salzgehalt als normales Meerwasser - und dennoch leben hier Bakterien. Bisherige Forschungen haben ergeben, dass das Gewässer voller Salzlake seit mindestens 3000 Jahren von anderen Einflüssen abgeschottet ist. Ergo: Die Winzlinge haben sich völlig autonom entwickelt. Dabei mussten die Wissenschaftler sehr vorsichtig sein, denn nur in abgesicherten und sterilisierten Zelten war es möglich, Proben ohne Verunreinigungen zu entnehmen.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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