10.09.2014
FLUG REVUE

AsteroidenjägerNASA identifiziert potenzielle Zielasteroiden

Ab 2020 will die NASA bemannte Missionen zu einem Asteroiden starten, wofür jetzt geeignete Kandidaten ausgesucht worden sind.

Asteroiden-EVA

Mit Hilfe eines riesigen Foliensacks sollen Astronauten einen Felsbrocken im All einfangen. © NASA  

 

Unter dem Namen Asteroid Redirect Mission (ARM) läuft das von Präsident Obama angeschobene Programm, wobei im Rahmen einer robotischen Mission zuerst ein solcher Felsbrocken eingefangen und in eine stabile Mondumlaufbahn gebracht werden soll. Später dann sollen Astronauten hinfliegen, den Asteroiden untersuchen und Gesteinsproben zur Erde bringen. All das geschieht als Test neuer Technologien in Vorbereitung eines bemannten Marsfluges ab etwa 2030. Für die erste Etappe gibt es wiederum zwei Optionen, nämlich das Einfangen eines kleineren Brockens auf seiner natürlichen Flugbahn oder aber das Absprengen eines Felsens von einem großen Asteroiden. Im Dezember 2014 soll darüber entschieden werden, und im nächsten Jahr will man dann das Missionskonzept erarbeiten.

Das Flugziel allerdings wird nicht vor 2019 verkündet werden, obwohl für beide Optionen bereits drei potenzielle Kandidaten identifiziert wurden und die Experten davon ausgehen, dass in den nächsten Jahren noch ein paar hinzukommen können. Dazu müssen Form, Größe und mögliche Rotation sowie die präzise Bahn und die Spektralklasse eindeutig bestimmt werden. Kosmische Vagabunden, die beispielsweise wild im Raum taumeln, sind für das Vorhaben nicht geeignet. Für die Suche werden leistungsfähige interplanetare Radaranlagen, aber auch Satellitendaten genutzt, wie beispielsweise Infrarotaufnahmen des Spitzer-Teleskops. Die drei Kandidaten der „kleineren Gruppe“ haben Abmessungen von zwei bis sechs Metern in ihrer größten Ausdehnung, während man bei der „größeren Gruppe“ davon ausgeht, dass das Absprengen von etwa drei Meter großen Brocken ideal wäre.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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