19.01.2011
FLUG REVUE

NASA intensiviert Suche nach Lebensspuren auf dem Mars

Zwischen dem 25. November und dem 18. Dezember 2011 liegt das Startfenster für die Mars Science Laboratory Mission der NASA. Hauptnutzlast wird der nächste Marsrover Curiosity sein, welcher derzeit beim Goddard Space Flight Center in Greenbelt, Maryland, ausgerüstet wird.

Als wichtigstes der zehn Instrumente an Bord des Rovers betrachten Wissenschaftler das Sample Analysis at Mars, kurz auch SAM genannt. Hauptaufgabe dieses High-Tech-Geräts wird sein, Bodenproben nach organischen Molekülen zu untersuchen, die Hinweise auf Lebensspuren geben sollen. Immerhin haben die Daten bisheriger Marssonden ergeben, dass es einmal große Mengen von Wasser auf dem Roten Planeten gegeben haben muss, und wo Wasser ist, da müsste auch Leben sein.

Andererseits haben die beiden Rover Spirit und Opportunity trotz intensiver Suche keine solchen Spuren gefunden, doch die NASA gibt nicht auf. Immerhin hat der Mars Polar Lander in der Nähe des Nordpols dicht unter der Oberfläche Wassereis ausgegraben, so dass immer noch eine Chance besteht, in wärmeren Gefilden Leben in irgendeiner Form zu entdecken. Aus diesem Grunde auch liegt bislang noch nicht fest, wo genau Curiosity im August 2012 abgesetzt werden soll, denn man will natürlich in einer Gegend forschen, welche beste Voraussetzungen für ein positives Ergebnis verspricht.

SAM kann sowohl die Bestandteile der Marsatmnosphäre als auch Bodenproben oder abgefrästes Felsgestein analysieren. Letztere werden zu Pulver zermahlen und auf rund 1000 Grad Celsius erhitzt, und erst danach kommt das Massenspektrometer zum Einsatz. Dieses hilft bei der Suche nach Stickstoff, Phosphor, Schwefel, Sauerstoff und Kohlenstoff, alles Materialen für Lebensbausteine, und hat eine Empfindlichkeit von eins zu einer Milliarde. Ein Laserspektrometer findet Spuren von Methan und Wasserdampf und sogar unterschiedliche Isotope. Ein in Frankreich entwickelter Gaschromatograph schließlich kann die Armosphärenmischung in ihre einzelnen Bestandteile trennen.

Sollten sich am angepeilten Landeplatz innerhalb der Rover-Lebensdauer von zwei Jahren tatsächlich solche Spuren finden, würde die NASA ein weiteres Gerät dorthin schicken, das entsprechende Bodenproben zur Erde zurückbringen soll. Ganz schön aufwendig - und ziemlich teuer - diese Suche nach ein paar Kohlenwasserstoffen oder Aminosäuren auf dem Mars.

 




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