11.12.2013
FLUG REVUE

Planetenforscher sind begeistertNASA-Marssonde MRO entdeckt Spuren fließenden Wassers

Beim Vergleich von Oberflächenaufnahmen der Sonde Mars Reconnaissance Orbiter (MRO), die sie von den gleichen Regionen zu verschiedenen Zeiten gemacht hat, stießen Wissenschaftler in der Nähe des Äquators auf Spuren, die möglicherweise von fließendem Wasser stammen.

marskrater

Ein Vergleich der Bilder zeigt, dass dieser Krater auf Fotos, die zwei Jahre zuvor gemacht worden waren, noch nicht vorhanden war. © NASA  

 

Damit der Bildvergleich auch deutlich wird, hat die NASA die entsprechenden Bilder als Lauffolge auf ihrer Website veröffentlicht (animierte GIFs). „Bisher galt die Äquatorialregion des Planeten als trocken“, sagt Chefwissenschaftler Alfred McEwen von der Universität von Arizona zu den neuen Erkenntnissen, „aber möglicherweise müssen wir jetzt unsere Ansichten revidieren.“ Die Vergleiche über viele Jahre hinweg angefertigter Bildserien immer wieder überflogener Gebiete zeigten auch Spuren von Staubstürmen, die sich erstaunlich lange in der Atmosphäre halten, sowie immer wieder neue Einschlagkrater. Diese sind vor allem deswegen interessant, weil bei fast allen Materialauswürfen Eis aus dem Untergrund an die Überfläche geschleudert wurde.

Die „Wasserrinnen“ weckten bereits vor zwei Jahren das Interesse der Wissenschaftler. Sie sind teilweise bis zu 1200 Meter lang und sechs Meter breit und liegen an einem steilen Berghang im Valles Marineris, dem größten Canyon unseres Sonnensystems. Insgesamt gibt es fünf solcher Stellen. Sie sind im Frühling und Sommer viel dunkler als im Rest des Jahres, weshalb die Experten vermuten, dass sie dann feucht sind. McEwen dazu: „Wir haben noch keine Beweise für das Wasser, aber eigentlich bleibt gar keine andere Erklärung für das Phänomen.“ In jedem Falle müsse es sich aber im Salzwasser handeln, das auch bei normalen Temperaturen flüssig bleibt, wo „normales“ Wasser bereits gefriert.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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