06.11.2015
FLUG REVUE

Commercial Resupply ServicesNASA nimmt Boeing aus dem Rennen

Die amerikanische Raumfahrtbehörde NASA hat die Entscheidung über die Auftragsvergabe für Versorgungstransporte zur ISS verschoben. Boeing scheidet aus dem milliardenschweren Wettbewerb aus.

Boeing CST-100 Starliner

Boeing hat sich mit einer Version des CST-100 Starliner für die Commercial Resupply Services beworben. Foto und Copyright: Boeing images  

 

In einer knappen Stellungnahme auf der Website für die Auftragsvergabe der Commercial Resupply Services (CRS) 2 gab die NASA bekannt, dass sie die Entscheidung über die Vergabe der zweiten Runde auf spätestens 30. Januar 2016 verschiebt, "um der Regierung mehr Zeit zur Bewertung der Vorschläge zu geben". Die Entscheidung in dem hart umkämpften Wettbewerb wurde bereits zum dritten Mal verschoben.

Bei den CRS geht es darum, welches private Raumfahrtunternehmen im Auftrag der NASA von 2017 bis 2024 Versorgungsflüge zur Internationalen Raumstation (ISS) durchführen wird. Neben den beiden aktuellen Auftragnehmern SpaceX und Orbital ATK hatten sich auch Boeing, Sierra Nevada und Lockheed Martin beworben.

Lockheed Martin und Boeing scheiden aus

Lockheed Martin soll laut Medienberichten bereits im Oktober aus dem Wettbewerb ausgeschieden sein, eine offizielle Bestätigung gibt es allerdings nicht. Nun hat es offenbar auch Boeing getroffen. Boeing hatte sich mit einer Version der Raumfähre CST-100 Startliner beworben, die das Unternehmen für das Commercial Crew Program der NASA entwickelt.

Orbital ATK ist nach eigenen Angaben noch im Wettbewerb, trotz des Antares-Absturzes im Oktober 2014. Auch Sierra Nevada soll noch dabei sein. SpaceX wollte sich nicht zum Stand der Dinge äußern, wie amerikanische Medien berichten.



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