29.08.2014
FLUG REVUE

Knall im AllNASA-Satellit Spitzer beobachtet Kollision zweier Asteroiden

Mit unvorstellbarer Gewalt entstehen im Universum neue Planeten, indem ständig Felsbrocken zusammenstoßen.

Kollision

So könnte die Kollision zweier großer Felsbrocken im All vor sich gegangen sein. © NASA  

 

35 Millionen Jahre jung und rund 1200 Lichtjahre entfernt gibt es im Sternbild Vela den Stern NGC 2547-ID8, und jüngste Beobachtungen des Infrarot-Teleskopsatelliten Spitzer zeigten im Vergleich zu früheren Daten eine große Menge Staub. Erstmals war die Wolke im August 2012 beobachtet worden, und seitdem gilt diesem Bereich die besondere Aufmerksamkeit der Astronomen. „Wir gehen davon aus, dass dort zwei große Asteroiden direkt ineinander gekracht sind“, sagt Huan Meng von der Universitiy of Arizona in Tucson. „Dabei bildete sich eine Wolke feinen Sandes, die jetzt langsam vom Zentralstern wegtreibt.“

Spitzer hatte auch schon früher solche Kollisionswolken beobachtet, aber dies ist der erste Fall, dass es Vergleichsdaten einer Region vor und nach dem Ereignis gibt. Sie vermitteln uns ein Bild, mit welch gewaltigen Kräften Gesteinsplaneten wie unsere Erde aus kosmischen Staubwolken geboren werden. Der Staub klumpt nach und nach zusammen und bildet immer größere Körper, die permanent miteinander kollidieren. Einige werden dabei zerstört, andere wieder wachsen weiter und weiter, bis sie das Stadium von Protoplaneten erreichen. Nach rund 100 Million Jahren ist der erdähnliche Planet „fertig“. Experten gehen heute davon aus, dass auch unser Mond das Ergebnis eines gewaltigen Zusammenstoßes der Erde mit einem anderen Himmelskörper ist.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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