22.12.2014
FLUG REVUE

3D-Druck im AllNASA schickt Werkzeug per E-Mail

Auf der ISS wurde jetzt erstmalig ein Werkzeug am 3D-Drucker hergestellt. Die Konstruktionsdaten für das Teil hatte die NASA per E-Mail an die Internationale Raumstation geschickt.

NASA 3D Druck Werkzeug Barry Wilmore ISS

Der ISS-Kommandant Barry Wilmore mit dem auf der ISS gedruckten Werkzeug. Foto und Copyright: NASA  

 

Seit ein paar Wochen testet die NASA an Bord der Internationalen Raumstattion ISS einen 3D-Drucker. Bislang wurden 20 verschiedene Testteile gedruckt. Dabei hat der von der kalifornischen Firma "Made in Space" hergestellte Drucker gezeigt, wie präszise er auch komplexe Formen umsetzen kann. Vor wenigen Tagen kam das Gerät auch zu seinem ersten praktischen Einsatz. Für Wartungsarbeiten benötigte der ISS-Komandant Barry Wilmore einen bestimmten Schraubenschlüssel, der nicht an Bord der ISS war. NASA-ingenieure kontaktierten "Made in Space", die die Konstruktionsdaten für den Spezialschlüssel erstellten und an die NASA schickten. Die NASA wiederum schickte die Daten per E-Mail an die Raumstation, wo sie in den 3D-Drucker eingelesen und ausgedruckt wurden. So erhielt die Crew das benötigte Werkzeug und musste nicht auf den nächsten Versorgungsflug warten.

Mit dem nächsten Rückflug zur Erde werden die bisher vom 3D-Drucker gefertigten Teile zurück zur Erde gebracht, wo sie intensiv getestet werden. "Wir werden sie nutzen, um die Effekte von Langzeit-Schwerelosigkeit auf unseren 3D-Druckprozess zu überprüfen, um uns selbst in die Lage zu versetzen, vorherzusagen, wie sich die Objekte, die wir im All produzieren, sich langsfristig verhalten", sagte Mike Chen, der Chief Strategy Officer von Made in Space der Zeitschrift Business Indsider.



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