19.03.2015
FLUG REVUE

Ein Rumms auf dem MondNASA-Sonde LRO entdeckt neuen Einschlagkrater

Künftige Expeditionen leben gefährlich, denn immer wieder schlagen Weltraumtrümmer auf der Mondoberfläche auf, so auch am 17. März 2013. Die NASA-Sonde LRO hat den Krater gefunden.

Anhand der LRO-Aufnahmen können die Wissenschaftler zeitnah neue Einschlagskrater auf der Mondoberfläche identifizieren. © NASA

Wissenschaftler des Marshall Space Flight Centers der NASA registrierten einen Blitz auf dem Mond und reagierten sofort: Sie gaben der Mondsonde LRO (Lunar Reconnaissance Orbiter) das Kommando, bei der nächstbesten Gelegenheit von diesem Areal Fotos anzufertigen. In der Tat schickte die Sonde am 21. Mai 2013 Bilder zur Bodenstation, die mit der Narrow Angle Camera angefertigt worden waren und kleinere Bodenveränderungen und „Kleckse“ zeigten. Ein Krater wurde allerdings nicht gefunden. Also gaben die Experten am 1. Juli eine zweite Bildserie in Auftrag, aber erst am 28. Juli fanden sie tatsächlich einen Einschlagkrater. Dieser hat einen Durchmesser von 18,8 Metern, aber Auswurfmaterial wurde wegen der Wucht des Einschlags mehrere hundert Meter weit weggeschleudert. Mehr als 200 Veränderungen wies die Umgebung noch in rund 30 Kilometern Entfernung auf, wie auch das Video deutlich zeigt. 

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass ein kleiner Felsbrocken den Einschlag verursacht hat, der allerdings mit ziemlicher Geschwindigkeit angeflogen kam. Aus der Vermessung der Bodenveränderungen und dem beobachteten Lichtblitz konnten sie recht genaue Schlussfolgerungen über Ursache und Wirkung dieses Phänomens ziehen. Sie ziehen immer wieder Fotos aus dem ersten Jahr der Arbeit der Sonde am Mond heran und vergleichen sie mit heutigen Aufnahmen. Auf diese Weise fanden sie bereits zahlreiche neue Einschlagkrater, die zeigen, dass es künftige Astronauten auf dem Mond nicht einfach haben werden.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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