09.09.2014
FLUG REVUE

Ein neuer Späher in der HöheNASA-Sonde MAVEN erreicht in Kürze den Mars

Klappt alles wie geplant, wird am 21. September ein neuer NASA-Kundschafter in eine Marsumlaufbahn einschwenken.

Maven

Nach mehreren Landern hat die NASA wieder einmal einen Orbiter zum Roten Planeten geschickt. © NASA  

 

Die NASA-Raumsonde MAVEN erreicht den Mars. Copyright: NASA

Nach zehn Monaten Flugzeit und einer Flugstrecke von 711 Millionen Kilometern ist die Raumsonde Mars Atmosphere and Volatile Evolution (MAVEN) beinahe am Ziel ihrer Reise angelangt. Mit einer Zündung von sechs der Lageregelungstriebwerke werden Abweichungen in der Flugbahn ausgeglichen, um dann die Haupttriebwerke 33 Minuten lang in Betrieb zu nehmen. Sie bremsen die Sonde mit mehr als der Hälfte ihres Treibstoffvorrates langsam ab und führen sie auf eine elliptische Umlaufbahn um den Mars, deren höchster Punkt 380 Kilometer über dem Nordpol liegt. Danach beginnt die Phase der wissenschaftlichen Arbeit, auf die sich Ingenieure und Forscher auf der Erde elf Jahre lang vorbereitet haben.

„Zum ersten Mal werden wir in der Lage sein, die obere Atmosphäre des Planeten sowie eine Wechselwirkung mit dem Sonnenwind zu untersuchen“, beschreibt Bruce Jakosky von der University of Colorado in Boulder das Missionsziel. Die Wissenschaftler wollen herausfinden, warum der Mars in seiner Geschichte so viel von seiner Gashülle verlor und was die Ursachen dafür waren – und sind, denn noch immer ist kein Ende dieses Prozesses abzusehen. Dafür befinden sich drei Instrumente an Bord: das Particles and Fields Package, das Remote Sensing Package und das Neutral Gas an Ion Mass Spectrometer.

Vorher aber wird der Treibstoff in den Tanks auf eine Betriebstemperatur von etwa 26 Grade Celsius aufgeheizt, der Bordcomputer mit den neuesten Bahndaten gefüttert und eine letzte Bahnkorrektur durchgeführt. Für die nachfolgenden Manöver bedarf es keinerlei Funkbefehle mehr von der Erde; die Sonde arbeitet für das Schwenkmanöver autonom, einschließlich der Orientierung im Raum.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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