30.08.2012
FLUG REVUE

NASA startet Strahlungsmesssatelliten

Heute morgen, am 30. August 2012 um 4.05 Uhr Ortszeit, startete vom Launch Complex 41 der Cape Canaveral Air Force Station aus eine Trägerrakete Atlas V und brachte die beiden NASA-Forschungssatelliten RBSP ins All.

RBSP steht für Radiation Belt Storm Probes, und dementsprechend sollen die Flugkörper die beiden Van Allen-Strahlungsgürtel erforschen, die sich in konzentrischen Kreisen um die Erde ziehen. In dieser Umgebung ändern sich ständig die Bedingungen, das sogenannte Weltraumwetter, vor allem ausgelöst von Erscheinungen rund um unsere Sonne. "Wenn die Sonne niest, bekommt die Erde eine Erkältung", sagt Nicky Fox, stellvertretende Projektwissenschaftlerin von der Johns Hopkins University in Laurel, Maryland.

Beite Satelliten verfügen über eine nahezu identische wissenschaftliche Ausrüstung und sollen die Partikelstrahlung, Plasmawellen sowie elektrische und magnetische Felder vermessen. Die Strahlungsgürtel selbst waren 1958 entdeckt worden, als James Van Allen von der Universität von Iowa mit dem ersten NASA-Satelliten Explorer 1 einen von ihm konstruierten Geigerzähler ins All geschickt hatte.

Nach dem erfolgreichen Platzieren der beiden RBSP-Satelliten werden diese zwei Monate lang gründlich getestet, bevor ihre wissenschaftliche Mission beginnen kann.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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