06.05.2011
FLUG REVUE

NASA trifft Vorauswahl für Wissenschaftsmissionen

Ein Gremium aus Wissenschaftlern der NASA traf am 5. Mai 2011 die Vorauswahl für eine Tiefraummission im Rahmen des Discovery-Programms, die im Jahre 2016 starten soll. Wissenschaftliche Institutionen waren bereits 2010 aufgefordert worden, entsprechende Vorschläge einzureichen.

NASA trifft Vorauswahl für Wissenschaftsmissionen

Die Geophysical Monitoring Station soll Daten von Vorgängen im Inneren des Mars liefern. © NASA/JPL-Caltech  

 

Aus insgesamt 28 Vorschlägen wurden nunmehr drei ausgewählt:
- der Marslander GEMS (Geophysical Monitoring Station)des Jet Propulsion Laboratory zur Untersuchung von Vorgängen im Planeteninnern,
- eine Sonde zur Untersuchung extraterrestrischer Seen auf dem Saturnmond Titan (TiME - Titan Mare Explorer) von der Johns Hopkins University in Laurel, Maryland, und
- ein Flugkörper zur näheren Untersuchung eines Kometenkerns (Comet Hopper) vom Goddard Space Flight Center.

Alle drei vorschlagenden Teams erhalten nunmehr jeweils drei Millionen US-Dollar zur Präzisierung ihrer Projekte, und im nächsten Jahr soll dann die endgültige Auswahl getroffen werden. Danach muss das Projekt bis zum Start innerhalb eines Finanzrahmens von 425 Millionen US$ realisiert werden (exklusive der Trägerrakete).

Zudem wurde grünes Licht für die Entwicklung dreier Technologien gegeben, die künftige Forschungen erleichtern oder gar erst möglich machen sollen:
- NEOCam, ein Teleskop zur Untersuchung erdnaher Objekte (Near Earth Objects - NEO) zur Vorhersage möglicher Einschläge auf der Erde,
- PriME (Primitive Material Explorer), ein Massenspektrometer für die präzise Messung der chemischen Zusammensetzung von Himmelskörpern, und
- Whipple, ein Gerät zur Erforschung fester Körper außerhalb der Grenzen unseres Sonnensystems.

Das 1992 ins Leben gerufene Discovery-Programm der NASA hat zum einen das Ziel der Erforschung unseres Sonnensystems und zum anderen eine umfassende Information der Öffentlichkeit über die wissenschaftlichen Ziele der NASA. Als Gegenstück zu den sogenannten "Flaggschiff-Missionen" sollen hier in rascher Folge kleinere und kostengünstigere Raumflugkörper innerhalb eines festgelegten Zeit- und Kostenrahmens realisiert werden, gleichzeitig aber der Erprobung völlig neuer Technologien dienen. Als Beispiele dafür können die Flüge der Raumsonden Deep Impact, Genesis oder Stardust dienen.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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