28.02.2014
FLUG REVUE

Neue Erderkundungsmission gestartetNASA und JAXA bringen den Satelliten GPM ins All

Am 28. Februar 2014 um 03:37 Uhr Ortszeit hob am Tanegashima Space Center im Süden Japans eine Trägerrakete H-IIA ab und brachte den vier Tonnen schweren Umweltbeobachtungssatelliten GPM (Global Precipitation Measurement) ins All.

gpm start

Am frühen Morgen brachte die H-IIA den vier Tonnen schweren Satelliten ins All. © JAXA  

 

16 Minuten nach dem Start wurde der Satellit in eine Höhe von 398 Kilometern von der Oberstufe der Rakete abgetrennt; weitere zehn Minuten danach entfalteten sich die Solarzellenflächen. Nach den üblichen In-Orbit-Checks wird GPM die Messungen des bereits 1997 gestarteten Flugkörpers TRMM (Tropical Rainfall Measurement Mission) zum Wasserhaushalt der Erde ergänzen. Während jedoch TRMM ausschließlich die Tropen beobachtet, wird GPM die gesamte Erde vom Nord- bis zum Südpol im Auge haben. Dabei ist er sogar in der Lage, leichten Regen und sanften Schneefall zu registrieren, die zu den wichtigsten Quellen frischen Wassers in einigen Regionen gehören. Unter Verwendung weiterer Daten einer internationalen Satellitenkonstellation* wird so alle drei Stunden eine Karte der globalen Niederschlagsverteilung erstellt.

GPM ist der bisher größte Satellit, der beim Goddard Space Flight Center der NASA gebaut worden ist. Er trägt zwei wissenschaftliche Experimente: den GPM Microwave Imager der NASA für den Nachweis von Regen und Schnee und das Dual-frequency Precipitation Radar der JAXA zur Ermittlung dreidimensionaler Niederschlagsstrukturen und –intensitäten. So können Wissenschaftler beispielsweise die Menge an Wasser in einer Wolke ermitteln.

* Zu dieser Konstellation gehören die Raumflugkörper DMSP 17, 18, 19 und 20 (US-Verteidigungsministerium), JPSS-1 (NOAA), MetOp B und C (Eumetsat), Suomi NPP (NA-SA/NOAA), Megha-Tropiques (CNES/ISRO), NOAA 18 und 19 sowie GCOM-W1 (JAXA).

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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