27.08.2012
FLUG REVUE

Neil Armstrong (1930-2012)

Neil Armstrong, der in der Geschichte der Menschheit als erster seinen Fuß auf den Mond gesetzt hat, ist am Wochenende an den Folgen einer Herzoperation gestorben. Er wurde 82 Jahre alt.

Armstrongs Worte "Dies ist nur ein kleiner Schritt für einen Menschen, aber ein großer Sprung für die Menschheit", die er am 20. Juli 1969 nach dem Betreten der Mondoberfläche sprach, wurden sofort ein Teil der Geschichte. Sie wurden auf dem Gipfelpunkt der Amstrengungen von Millionen am Apollo-Programm Beteiligter ausgesprochen, und Milliarden an den Fernsehschirmen in aller Welt hörten sie. Armstrong und Edwin Aldrin, der Mondlanderpilot, enthüllten danach eine Plakette am Landegestell ihrer Mondfähre. Sie trug die Inschrift: "Wir kamen in Frieden für die gesamte Menschheit" - auch wenn auf der Erde gerade zu dieser Zeit der Krieg der USA gegen Vietnam eskalierte.

Armstrong hatte seine Fliegerkarriere als Navy-Pilot in Korea begonnen, wo er 78 Kampfeinsätze flog. 1955 trat er als ziviler Testpilot in die Dienste der NASA, wo er mehr als 200 verschiedene Typen von Luftfahrzeugen flog, darunter die berühmte X-15, und 1962 wurde er als Astronautenkandidat ausgewählt.

Im März 1966 flog er als Kommandant des Raumschiffes Gemini VIII, gemeinsam mit David Scott, in die Erdumlaufbahn, musste aber das Unternehmen wegen technischer Probleme bereits nach kurzer Zeit wieder abbrechen und zur Erde zurückkehren. Seine Kaltblütigkeit, mit der er die Situation meisterte, macht den ersten Zivilisten, der je an Bord einer US-Raumkapsel geflogen war, zum ersten Anwärter für eine Mondlandung.

Drei Jahre später war es soweit. Armstrong, Aldrin und Michael Collins starteten am 16. Juli 1969 in Richtung des Erdtrabanten, auf dem die beiden Erstgenannten insgesamt 21 Stunden und 37 Minuten verbrachten. Mit rund 25 kg Mondgestein an Bord kehrten sie zur Erde zurück, verbrachten 16 Tage in Quarantäne und wurden anschließend weltweit als die größten Helden ihrer Zeit gefeiert.

1971 verließ Armstrong die NASA, lehrte als Luftfahrt-Professor in Cincinnati und arbeitete als Chef verschiedener Industrieunternehmen. Aus Ärger darüber, dass sie auf E-Bay meistbietend versteigert wurden, gab er schon lange keine Autogramme mehr, blieb aber der Luft- und Raumfahrt bis ans Ende verbunden.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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