17.11.2011
FLUG REVUE

Neue Beweise für Wasser auf dem Eismond

Bei der Auswertung von Daten der US-Jupitersonde Galileo stießen Wissenschaftler auf neue Anzeichen, dass es auf dem Eismond Europa tatsächlich flüssiges Wasser gibt.

Galileo war am 18. Oktober 1989 gestartet worden und erreichte im Juli 1995 den Gasplaneten Jupiter. Nachdem die Sonde einen Eintauchkörper in die Atmosphäre des Planeten abgesetzt hatte, widmete sich sich fortan vor allem der Erforschung der vier Monde des Jupiter. Dabei gab es die ersten Hinweise auf einen Ozean flüssigen Wassers unter der Eiskruste von Europa. Nach dreimaliger Missionsverlängerung bestand schließlich die Gefahr, dass Galileo auf Europa stürzen und den Mond kontaminieren könnte, weshalb die Sonde am 21. September 2003 gezielt in die Atmosphäre des Mutterplaneten gesteuert wurde.

Indessen dauert die Auswertung der Messdaten und Fotos von Galileo bis heute an, zumal zwei der drei Missionsverlängerungen explizit genutzt wurden, Europa näher zu erforschen. Dabei stießen die Wissenschaftler um Britney Schmidt von der University of Texas auf bislang zwei Strukturen im Eis, die darauf schließen lassen, dass die Kruste hier so weit zerstört ist, dass flüssiges Wasser bis an die Mondoberfläche gelangen kann.

Wegen ihrer Ausdehnung nannten die Experten die Störungszonen "Great Lakes" nach den gleichnamigen Seen im Grenzgebiet der USA zu Kanada. Zugleich gehen sie davon aus, dass es auf der gesamten Oberfläche des Mondes noch mehrere solcher Störungszonen - auch als "Chaosterrains" bezeichnet - geben könnte, nach denen jetzt gezielt gesucht wird. Bislang gibt es nur vage Theorien, wie diese Zonen entstanden sein können.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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