12.09.2012
FLUG REVUE

Neue Technologie für Deutschen Zukunftspreis nominiert

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) hat sich erneut als Entwickler von Spitzentechnologie erwiesen: Das Projekt "Radaraugen im All - revolutionäre Technik für Erde und Umwelt" ist für den Deutschen Zukunftspreis nominiert.

Insgesamt vier Nominierungen gab die Jury am 12. September 2012 auf der Pressekonferenz im Deutschen Museum in München bekannt. Der Preis des Bundespräsidenten für Technik und Innovation wird jährlich vergeben - an Forscher und Entwickler, deren Erfindungen zu anwendungsorientierten und damit marktfähigen Produkten führen.

Das Team aus Oberpfaffenhofen mit Prof. Alberto Moreira, Dr. Gerhard Krieger (Abteilungsleiter für Radarkonzepte) und Dr. Manfred Zink (Abteilungsleiter für Satelliten-SAR-Systeme) hat Innovationsgeist, Know-how und Mut bewiesen, indem es eine Satellitenmission vorgeschlagen, konzipiert und deren Umsetzung im DLR geleitet hat, die bereits heute Standards für morgen setzt: TanDEM-X. Sie nutzt zwei kooperierende Radarsatelliten, die seit 2010 im Formationsflug als "Augenpaar" die Erde neu vermessen – dreidimensional und mit einer Höhengenauigkeit von zwei  Metern. Ab Mitte 2014 wird hierdurch eine einzigartige 3-D-Karte der gesamten Erdoberfläche verfügbar sein und die Genauigkeit des bisher vorhandenen Datensatzes um den Faktor 30 verbessern.

Mit der laufenden Satellitenmission ist ein überwältigender Erfolg gelungen. Die mit der Nominierung ausgezeichnete Leistung führt jedoch bereits darüber hinaus. Für den Vorstoß in die nächste Generation der Radartechnologie haben Prof. Moreira und seine Teamkollegen eine neue Aufnahmetechnik entwickelt: die digitale Radarantenne. Sie erweitert das Blickfeld eines Radarsatelliten und steigert dadurch dessen Abbildungsleistung um ganze zwei Größenordnungen, den Faktor 100. Einen konkreten Vorschlag für die Nachfolge von TanDEM-X hat das Team bereits entwickelt: mit der Radarsatellitenmission Tandem-L soll künftig die gesamte Erdoberfläche zweimal pro Woche vermessen werden, um damit dringend benötigte Informationen für Klima- und Umweltschutz in bisher nicht gekannter Qualität und Auflösung zu liefern.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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