09.05.2011
FLUG REVUE

Neuer Frühwarnsatellit für die US Air Force

Der erste geostationäre Frühwarnsatellit einer neuen Generation wurde am vergangenen Sonnabend von der Cape Canaveral Air Force Station aus auf seine Bahn gebracht. Auftraggeber des ehrgeizigen Projekts ist die US Air Force.

Die Trägerrakete Atlas V der United Launch Alliance hob um 14.10 Uhr Ortszeit ab und brachte den Frühwarnsatelliten SBIRS GEO-1 auf eine geostationäre Transferbahn. SBIRS steht für Space Based Infrared System und ist die Bezeichnung des "am weitesten entwickelten militärischen Infrarot-Aufklärungssatelliten der US Air Force" - so jedenfalls heißt es in der Startverlautbarung des Herstellers Lockheed Martin.

Diese kann allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Programm wegen großer technischer und finanzieller Probleme bereits weit hinter dem ursprünglichen Zeitplan zurück liegt. Das SBIRS-System soll einmal aus vier eigenständigen GEO-Satelliten mit jeweils zwei SBIRS-Sensoren auf geostationären Positionen und vier HEO-Sensoren als eigenständigen Nutzlasten auf anderen militärischen Satelliten mit hochelliptischen Umlaufbahnen bestehen. Zwei HEOs wurden bereits gestartet. Dieses GEO-/HEO-System wird auch als SBIRS High bezeichnet.

SBIRS Low indessen sollte nach der ursprünglichen Planung das System um 24 kleinere Satelliten auf niedrigen Erdumlaufbahnen ergänzen, wurde aber inzwischen von der Gesamtplanung abgetrennt und wird nun unter der Bezeichnung Space Tracking and Surveillance System von der Missile Defence Agency weiter betrieben.

 

 

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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