03.12.2010
FLUG REVUE

Neues ESA-Programm auf Lufthansa-Langstreckenflügen

Bereits seit 2009 können Passagiere der Lufthansa aus einem breiten Unterhaltungsangebot an Bord auch den ESA-Kanal „Space for Europe“ wählen, der verschiedene Aspekte, neue Projekte aber auch Kurioses aus der Raumfahrt anbietet. Ab Dezember 2010 wird dieses Angebot auf Langstreckenflügen im Bereich „Relaxation“ erweitert.

space for europe

Den Passagieren steht ein breites Informationsangebot zur Verfügung. © Lufthansa  

 

Den Beginn macht auf dem Lufthansa-Flaggschiff A380 der Film „Unser farbenprächtiger Planet“ mit Bildern des ESA-Satelliten Envisat. Er ist der größte Erdbeobachtungssatellit, der je gebaut wurde. Mit zehn hoch spezialisierten optischen und Radar-Instrumenten in 800 km Höhe (seit Ende Oktober ca. 780 km) ermöglicht er eine kontinuierliche Beobachtung und Erfassung der Landmassen, Atmosphäre, Ozeane und Polkappen der Erde. Jeden Tag übermittelt Envisat durchschnittlich 280 Gigabyte an Daten zur Erde – sowohl reine Messwerte als auch Bildinformationen. Das angesammelte Datenmaterial vermittelt den Wissenschaftlern ein umfassendes Bild sowohl der aktuellen Umweltsituation als auch sich abzeichnender Entwicklungstendenzen auf dem Blauen Planeten.

Für das Lufthansa-Entspannungsprogramm auf Interkontinentalflügen werden ab Dezember 2010 einige der schönsten Bilder des optischen Instruments MERIS an Bord von Envisat in einer einzigartigen Bildcollage präsentiert. „Unser farbenprächtiger Planet“ zeigt unseren Planeten mit seinen vielfältigen Landschaften, Ozeanen und Küstenlinien. Aber auch von Menschen geschaffene markante Orte wie die Palmeninseln vor der Küste Dubais oder Städte wie Paris sehen wir aus der Perspektive im All. 

Weiterhin steht auch der Informationskanal „Space for Europe“ sowohl in englischer als auch in deutscher Sprache zur Verfügung. Das neue Programm, erstellt in Kooperation mit dem Nachrichtensender Euronews, berichtet ab Dezember über den Beginn eines höchst ambitiösen Projektes: Irdische Astronauten – die Mars 500-Studie. Dabei handelt es sich um eine simulierte Mission zum Mars, die insgesamt 520 Tage dauern soll und am 3. Juni 2010 begann. An diesem Tag wurde ein internationales Team für dieses Rekordexperiment in einer Isolationseinrichtung eingeschlossen. Die sechs Mitglieder umfassende internationale Mannschaft lebt und arbeitet im Wesentlichen wie die Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation. Dabei führt sie Wartungstätigkeiten, wissenschaftliche Experimente und tägliches Fitnesstraining durch. Das im russischen Institut für biomedizinische Fragen (IBMP) in Moskau untergebrachte, 550 m³ große, abgeriegelte Modell, umfasst ein interplanetares Raumfahrzeug, ein Marslandegerät und eine Marslandschaft.

Von der bemannten Raumfahrt zur Satellitensteuerung – wie funktioniert das eigentlich? Im darauf folgenden Beitrag erklären Experten des ESA-Kontrollzentrums in Darmstadt, wie z.B. Missionen zu Mars und Venus, der Erdbeobachtungssatellit Envisat und viele mehr ins All gelangen und auf Kurs gehalten werden. Stichwort "ins All gelangen" - der Europäische Weltraumbahnhof in Kourou, Französisch-Guyana, Heimat der Ariane-Raketen, wird in einem weiteren Kurzfilm vorgestellt. Dass Satelliten mit ihren wissenschaftlichen Daten und Bildern auch ganz konkreten Anwendungen auf der Erde nützen, zeigen die zwei abschließenden Kurzdokumentationen des ESA-Programms: Satelliten im Dienste der Rentierzucht und „Business made in space“, die ESA-Gründerzentren in Europa.



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