19.04.2016
FLUG REVUE

Optische Systeme und WissenschaftsmissionenOHB weiht neues Raumfahrtzentrum ein

Im bayerischen Oberpfaffenhofen hat der Bremer Satellitenbauer OHB einen neuen Standort eröffnet.

Einweihung OHB-Raumfahrtzentrum Oberpfaffenhofen

Der OHB-Vorstandsvorsitzende Marco Fuchs (rechts) überreicht dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer ein Modell des EnMAP-Satelliten. Foto und Copyright: OHB  

 

Am Montag ist mit einer offiziellen Einweihungsfeier der Startschuss für das neue OHB-Raumfahrtzentrum "Optik und Wissenschaft" in Oberpfaffenhofen gefallen. Rund 360 Mitarbeiter des Bremer Raumfahrtunternehmens entwickeln und bauen hier künftig neben Satelliten auch optische Raumfahrtsysteme für Wissenschaftsmissionen. Gleichzeitig werden die beiden bisherigen OHB-Standorte in Oberpfaffenhofen zusammengelegt.

"Mit der Investition von über 30 Millionen Euro in unseren neuen bayerischen Standort haben wir eindeutig Stellung bezogen und unsere Verwurzelung in Bayern weiter gefestigt", sagte Marco Fuchs, der OHB-Vorstandsvorsitzende. Zu den Gästen der Einweihungsfeier gehörten neben dem bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer auch Martin Günthner, Bremer Senator für Wirtschaft, Arbeit und Häfen, und die Vorstandsvorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Pascale Ehrenfreund.

Mehrere Reinräume und Labore auf 1000 Quadratmetern

Das neue OHB-Raumfahrtzentrum befindet sich in direkter Nachbarschaft zum DLR. Herzstück des neuen Reinraum-Komplexes sind zwei nebeneinander liegende Hallen mit je 150 Quadratmetern Grundfläche sowie eine Halle mit 300 Quadratmetern. Hier können auch große optische Raumfahrtsysteme integriert werden.

Der Laborbereich verteilt sich auf insgesamt 1.000 Quadratmetern und umfasst alle für die Projektierung von Raumfahrtsystemen notwendigen Entwicklungs- und Testeinrichtungen. Dazu zählen beispielsweise Elektronik-Labore, ein Mechanismen-Labor, ein Thermal-/Vakuum-Labor zur Simulation der im Weltraum herrschenden thermalen Bedingungen, eine Inspektions- und Arbeitsvorbereitungs- sowie ein Fokal-Ebenen-Labor. 
Zudem gibt es Räume zur Integration von Systemen für die Höhenforschung und die Planetenerkundung. Eine Erweiterung der Büroflächen sowie der Labor- und Reinräume ist planerisch bereits vorgesehen. 

Erste Nutzer des Raumfahrtzentrums sind die Großprojekte EnMAP (Environmental Mapping and Analysis Program), die erste deutsche optische Erdbeobachtungsmission, sowie MTG (Meteosat Third Generation). 

Mehr zum Thema:
www.flugrevue.de/Ulrike Ebner



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