14.04.2014
FLUG REVUE

US-RaumtransportsystemOrion absolviert den ersten integrierten Systemtest

Die US-Raumkapsel Orion hat bei einer weiteren Prüfung in Vorbereitung ihres ersten Fluges Ende dieses Jahres die erhoffte Standhaftigkeit bewiesen. Bei diesem sogenannten Exploration Flight Test-1 (EFT-1) soll die Kapsel rund 6500 Kilometer weit ins All geschossen werden, um danach mit großer Geschwindigkeit zur Erde zurückzukehren und sicher im Pazifik zu wassern.

orion-test

Ingenieure bei den Tests im Operations and Checkout Building des Kennedy Space Centers. © NASA  

 

In der Abschlussphase einer umfangreichen Testserie war die Kapsel 26 Stunden lang ununterbrochen im Simulationsbetrieb beim Kennedy Space Flight Center der NASA in Florida. Dabei empfing sie Kommandos, übertrug Daten der zahlreichen Sensoren und empfing Datenpakete für das bordeigene Computersystem. Der Verantwortliche NASA-Administrator für die bemannten Raumfahrtprogramme der USA, William Gerstenmaier, resümierte die gesamte Testserie als nicht nur wichtig für diesen einen EFT-1, sondern auch für künftige Flüge in die Tiefen des Sonnensystems.

Der Bordcomputer von Orion war erstmals im Oktober 2013 hochgefahren worden. Seitdem wurden zahlreiche weitere Bordsysteme installiert und mit rund 36 Kilometern Kabel verbunden, und nach Abschluss dieser Arbeiten waren die Funktionsprüfungen angelaufen. So wollten die Ingenieure erfahren, ob alle Aktuatoren tatsächlich auf die ihnen erteilten Befehle reagierten und die Sensoren wie angenommen Rückmeldungen abgaben. Mittlerweile begannen als nächste Etappe die Vibrationstests für das gesamte System, und im Mai sollen die Montage des Hitzeschildes sowie die Integration der Kapsel mit dem Servicemodul stattfinden.

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flugrevue.de/Matthias Gründer


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