25.11.2012
FLUG REVUE

Planetenfinder Kepler meldet Probleme

Während eines normalen Kontakts mit dem Astronomiesatelliten Kepler stellten Ingenieure fest, dass die Feinausrichtung der Bordinstrumente nicht mehr funktionierte.

Damit wäre es nicht mehr möglich, präzise Daten von dem auch als "Planetenfinder" bezeichneten Raumflugkörper zu erhalten. Offensichtlich hatte das bordeigene Fehlersuchsystem ein Problem entdeckt und darauf den Satelliten in einen sicheren Modus versetzt. Dabei werden automatisch die Solarzellenflächen in Richtung Sonne gedreht, und der ganze Satellit beginnt langsam zu rotieren. Gleichzeitig werden alle nicht lebensnotwendigen Geräte abgeschaltet, darunter auch die beiden Star Tracker, die zur Orientierung am Sternhimmel dienen.

Im Zuge der Analyse der gemeldeten Probleme stellten die Experten fest, dass hier offensichtlich ein falscher Alarm ausgelöst worden war, denn keines der Bordsysteme war ausgefallen oder arbeitete unregelmäßig. Möglicherweise hatten vorbeifliegende Mikrometeoriten die Star Tracker "irritiert" und daraufhin die Sicherheitsstufe ausgelöst. Mittlerweile wurden alle Bordsysteme von Kepler nach einer Standardprozedur wieder hochgefahren. Insgesamt hatte der Satellit sechs Tage lang keine wissenschaftlichen Daten sammeln können.

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flugrevue.de/Matthias Gründer



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