22.06.2010
FLUG REVUE

Radarsatellit TanDEM-X ist im All

Der von Astrium in Friedrichshafen entwickelte und gebaute Radarsatellit TanDEM-X ist gestern morgen erfolgreich ins All gestartet worden. Um 04.14 Uhr MESZ (08.14 Uhr Ortszeit) hob der mehr als 1,3 Tonnen schwere und fünf Meter lange Satellit an Bord einer russischen Dnjepr-Trägerrakete vom Raumfahrtstartgelände Baikonur in Kasachstan ab. Rund zehn Minuten danach trennte sich der Satellit erfolgreich von der Raketenoberstufe. Um 04:45 Uhr gab es einen ersten Kontakt mit der Bodenstation Troll in der Antarktis.

TanDEM-X ist im All

Zuverlässig brachte die Dnjepr-Trägerrakete den deutschen Satelliten ins All. © DLR  

 

Gemeinsam mit dem Zwillingssatelliten TerraSAR-X, seit 2007 im All, erfasst TanDEM-X aus einer Höhe von 514 Kilometern innerhalb von drei Jahren die komplette Landoberfläche der Erde – das sind 150 Millionen Quadratkilometer – mehrfach und vollständig, um die Datengrundlage für ein globales Höhenmodell zu sammeln.

Die TanDEM-X-Mission hat ein Gesamtvolumen von 165 Millionen Euro. Das DLR trägt 125 Millionen Euro, das europäische Raumfahrtunternehmen Astrium steuert 40 Millionen Euro aus Eigenmitteln bei. Die Mission TanDEM-X wird als öffentlich-privates Projekt (Public-Private-Partnership) zwischen dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR und der Astrium GmbH mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie realisiert und gemeinsam finanziert. Die Infoterra GmbH, eine Astrium-Tochtergesellschaft, ist für die kommerzielle Vermarktung des TanDEM-X Höhenmodells zuständig.

 




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