15.07.2009
FLUG REVUE

Mars 500 Mission beendetRaumflug Simulation "Mars500" endet nach 105 Tagen

Das 105-tägige Raumflug-Simulationsexperiment "Mars500" mit deutschen Beiträgen ist in Moskau zu Ende gegangen. Am 14. Juli 2009 verließ nach Angaben des DLR die Mannschaft mit dem Bundeswehr-Angehörigen Oliver Knickel das Modulsystem im Institut für Biomedizinische Probleme der Russischen Akademie der Wissenschaften.

Mars 500 Team

Das Mars500 Team - oben rechts Oliver Knickel aus Deutschland. Foto und Copyright: © DLR  

 

Die sechs Probanden werden in den kommenden Tagen gründliche Untersuchungen absolvieren, bevor sie zu ihren Angehörigen zurückkehren. Im Mittelpunkt der Mars500-Studie steht die Frage: Wie kann die physische und psychische Leistungsfähigkeit eines Menschen unter den extremen Bedingungen einer Langzeit-Weltraummission aufrechterhalten werden?

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist neben dem IBMP und der Europäischen Weltraumorganisation ESA maßgeblich an Mars500 beteiligt. DLR-Forschungsinstitute steuerten mehrere Experimente bei. Darüber hinaus gewährte das DLR nach eigenen Angaben in seiner Funktion als nationale Raumfahrt-Agentur dem Projekt im Auftrag der Bundesregierung finanzielle Förderung.

"Mit den ersten Ergebnissen von Mars500 sind wir hochzufrieden", sagte der DLR-Vorstandsvorsitzende Professsor Johann-Dietrich Wörner in Moskau. "Das DLR hat sich bei diesem Projekt mit großem Engagement eingebracht. Die Zusammenarbeit mit den Partnern ESA und IBMP war überaus fruchtbar. Das DLR hat mehrere Experimente zu Mars500 beigesteuert, deren Ergebnisse helfen werden, zukünftige bemannte Langzeitmissionen zu gestalten. Zudem haben wir Mars500 massiv mit Mitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert", sagte Wörner weiter.

Voraussichtlich im März 2010 wird das Experiment mit einer realitätsnahen Flug- und Aufenthaltsdauer auf dem Mars von 520 Tagen in die zweite Phase gehen. Eigens hierfür wurde eine virtuelle Marsoberfläche konstruiert, auf der sich drei "Kosmonauten" 20 Tage lang aufhalten werden.




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